Hallo liebe Leute

"Lieber spät als nie", haben wir uns gesagt und starten nun endlich nach langer Zeit unsere Fortschrittsberichterstattung zum Mowagumbau.

Innenausstattung

2004

Als unser Mowag zu uns kam waren diverse Umbauten bereits vorgenommen. So war bereits ein neuwertiger Dieselmotor von Mercedes inklusive dazugehöriger Anpassungen eingebaut. Der ganze Innennausbau war noch praktisch original. Die Aussenhülle war bereits einmal weiss gespritzt, allerdings sehr schlecht, so dass die Farbe bereits grosszügig abblätterte.
Im Grossen und Ganzen sah es danach aus, dass eine neue Lackierung schnell gemacht wäre und dann der Innenausbau in Angriff genommen werden könne. Auch dieser schien uns nicht vor grössere Probleme zu stellen, da wir es einfach haben wollten.
Ziel war in 5 Jahren ein Jahr quer durch Afrika zu reisen.

Soweit die Vorstellungen.

VORHER


NACHHER


2005

Nachdem den Winter über nicht viel lief, stand der Sommer 2005 unter dem Motto Abbau der Inneneinrichtung. Damals war ich(Domi) noch mehrheitlich alleine am Werk. So habe ich die gesammte Innenverkleidung aus Alumminiumblech demontiert. Eine ziemlich müselige Arbeit, da eigendlich alles zusammengenietet war. Zudem habe ich die Trennwand zur Fahrerkabine rausgeflext.
Der Vortschritt war allerdings mässig und es kristallisierte sich mit jeder geleisteten Arbeitsstunde noch mehr zu leistende Arbeit heraus. Kabel, die ersetzt werden mussten. Gummidichtungen, die spröde waren. Irgendwo leckte eine Oelleitung. Und vorallem sehr viel ROST.

2006

Ich nehms vorne weg: 2006 lief nicht viel. Am markantesten ist wohl die Entscheidung, die Aussenhaut des Autos komplett auseinander zu bauen und richtig abzuschleifen. So haben wir in diesem Sommer die Leisten über den Blechfugen zu demontieren und die Dichtmasse abzukrazen begonnen. Das Ziel war alles separat zu spritzen und nicht einfach über alles drüber.
Ansonsten hies es vorallem abmontieren was nicht mehr gebraucht wird und den Rost zu entfernen der darunter zum Vorschein kam.

2007

Nachdem 2006 eher ein Jahr der Rückschritte war, folgte nun das Jahr der Entscheidungen.
1. Nach langem hin und her wurde unsere Liaison was Festes und darauf folgte
2. Wir zogen zusammen (Anfang April)
3. hatten nun ein gemeinsames Budget und entschieden uns, jeden Monat 1000CHF beiseite zu legen
4. und setzten das Datum der Abreise auf Christinas PhD Abschluss.
5. Jetzt "unser" Mowag bekam eine neue Garage mit Werkmöglichkeiten

Ansonsten haben wir das Jahr mit dem Abschleifen der Aussenhaut verbracht. Gegen Ende des Jahres haben wir dann begonnen sämtliche Türen zu demontieren und ebenfalls abzuschleifen.

Garage

Garage

Workingwoche April 08

Nachdem wir Anfang 2008 wirklich fleissig waren, aber irgendwie doch nicht wirklich vorankamen, entscheiden wir uns, eine Woche Ferien zu nehmen und nur am Auto zu arbeiten. Hauptarbeit war immer noch abschleifen und dann das Auto mit Restrostvertilger einzustreichen. Optimistisch wie wir waren hatten wir uns zum Ziel gesetzt, am Ende der Woche lackieren zu können. Dieses Ziel hatten wir verfehlt.
Allerdings nicht weil wir einfach Flaschen sind, sondern weil der Arbeit einfach mehr vorhanden war als gedacht. Alles in allem war es aber doch eine richtig erfolgreiche Woche, die uns ermutigt hat das Projekt nicht aufzugeben. Aber wir haben doch festgestellt, dass man in einer Woche wesentlich weiter voran kommt als nur an Wochenenden. Und so haben wir uns entschieden, bald wieder eine Mowagwoche einzulegen.
Leider kam es bis Ende 2008 nicht mehr dazu, da wir ja auch nur beschränkt Ferien hatten. So konzentrierten wir uns auf die Wochenenden, kamen aber doch recht gut voran.

Ohne Boden

mit Boden

Ein historisches Wochenende April 09

Neuer Boden!! Nach energischer Putz- und ausgeklügelter Puzzlearbeit war der Mowag endlich wieder begehbar. Unsere erste grosse Aufbauarbeit.
Wow, das fühlte sich schon toll an!

Garage

Garage

Workingwoche Juni 09

Im Juni kamen wir dann endlich dazu, mal wieder eine Arbeitswoche einzulegen. Wieder mal war das sehr optimistische Ziel, das Auto Ende der Woche zu lackieren. Wieder mal hatten wir das Ziel verfehlt. Aber wir schafften es, die Aussenhaut fertig abzuschleifen, wir fingen an die diversen Aussenteile (Leisten und die restlichen Türen) abzuschleifen und wir konnten den Mowag zu ersten Mal seit langem wieder einmal aus der Garage rausfahren! Draussen gab es dann eine feuchtfröhliche car wash saision mit anti-Rost Fettentferner ;-). Danach war das Auto eigentlich fertig zum Grundieren, nur die Farbe dazu war nicht da. Blöderweise war auch gerade dann der Farbenladen, in dem wir normalerweise einkauften, wegen Ferien geschlossen... Aber naja, wir hatten schon viel geschafft und deshalb war es für uns doch eine erfolgreiche Woche!

Dominik hat dann das Grundieren das Autos in einem Abend (bis 21:00!) übernommen, halb tot, halb vergiftet, aber super Leistung!!

Da wir nun so schnell wie möglich mit Lackieren fertig sein wollten, planten wir im Juli schon wieder eine Arbeitswoche.

Christina

Mowag gelb
Domi gelb

Workingwoche Juli 09


Nachdem wir ja das letzte Mal unser Ziel verfehlt hatten, wollten wir es dieses Mal unbedingt schaffen! Schlau wie wir sind, haben wir uns dann auch ein erfüllbares Ziel gesetzt. Ziel: Auto gelb. Die ersten zwei Tage haben wir dann noch die letzten Leisten abgeschliffen und geputzt (oh mann, wie kann man nur an ein Auto so viele Leisten machen...) und alle Aussenteile fertig grundiert. Und am Mittwoch war es dann so weit: der Mowag wurde gelb!! Und wir unternahmen auch gleich noch mal eine kleine Probefahrt (siehe Video). Am Donnerstag waren dann die Türen dran, so dass wir am Freitag schon beginnen konnten, die ersten Leisten wieder anzuschrauben. Das war allerdings nicht so einfach, wie Christina glaubte. Da muss ja noch Kitt drunter! Und die Bohrlöcher müssen angesenkt werden. Und wenn man es anschraubt, quillt der ganze Kitt wieder hervor und man muss alles wieder mühsam abputzen. Aber dafür sieht es nachher super aus!
Danach konnten wir endlich unsere "Nasszelle" in der Garage wieder abbauen und mal alles schön ausputzen. Fazit der Woche: Ziel mehr als erreicht, glücklich.

Leisten und Lichter August 09


Der fleissige Dominik hat dann ein, zwei mal einen Tag freigenommen, die restlichen Leisten angeschraubt und die Lichter montiert. Das alles sehr zur Freude von Christina, die den Blinker ganz toll findet. ;-)

Christina

Mowag gelb

Motorkasten 14.September 09

Am Wochenende vom 14. September machten wir uns dann an die Konstruktion und Fertigstellung des Motorkastens. Mit Säge und Hobel bewaffnet bringen wir tatsächlich den nächsten richtigen Neubau an unserem Mowag zustande. Riesenfreude!

Christina

Domi gelb

Aluminiumgerüst ab 19.September 09

Noch mehr Freude löst Dominiks Idee, den gesammten Innenausbau auf ein Aluminiumgerüst aufzubauen, bei Christina aus. Jetzt geht ja echt alles ganz schnell! : Wir holen Offerten ein, bestellen das Günstigste und Beste und am Samstag 19.Septemer können wir schon anfangen, es zusammenzuschrauben. Am Sonntag hat Dominik zwar dann so seine Probleme, das Ding auch am Mowag anzuschrauben, aber es gelingt dann doch, dauert einfach etwas länger. Während dessen putzt Christina die Scheiben, die dann am Mittwoch, dem 23.9. zusammen mit Peter montiert werden sollen.

Front

Ersatzrad

Der Mowag bekommt sein neues Gesicht und Hinterteil: Ende Jahr 2009

Nach langem Hin- und Her haben wir uns für Weiss als zweite Farbe entschieden und die Stossstange, die Lichter und in die Trittbretter gestrichen und montiert. Dann hat Domi das Alublech, das als Hintertürersatz (hauptsächlich weil die Hintertür zu schwer und zu verrostet war) dienen soll gestrichen und eingeschraubt und danach auch gleich das Ersatzrad drauf montiert. Jetzt sieht der Mowag schon wie neu aus :-).

Tank

Isolierung

Diesel- und Wassertank, Pumpe und Isolierung: Ende 2009/Anfang 2010-05-09

Nach einer kleinen Winterpause folgte als nächstes der Einbau der Tanks unter dem Bett und die Montage der Wasserpumpe und der Wasser filter hauptsächlich durch Dominik, da Christina leider viel mit ihrer Doktorarbeit zu tun hatte... Sie konnte dann aber doch wieder bei der Isolierung mit Styroporplatten mithelfen. Die bilden die Grundlage für die Wandabdeckung, die dann wahrscheinlich aus Holz (oder Laminat) sein wird.

Solarzellen

Elektrokasten

Solarzellen und Strom: April 2010

Nach langem Überlegen, wie man eine gerade Solarzelle auf ein gebogenes Dach montieren kann, hatte Domi die Idee, sie auf Holzkeile zu schrauben. Die Konstruktion sieht doch gut aus, oder? Danach konnte er sich dann an die Verkabelung machen, die für Christina unglaublich kompliziert aussieht...

Solarzellen

Kühlbox in Schublade und Gasanschlüsse: Mai 2010

Die Kühlbox, die Domi zusammen mit Marcel gekauft hat, musste irgendwie platzsparend im Mowag untergebracht werden. Welcher Ort wäre da besser als unterm Bett? Nur, wie macht man dann die Kühlbox auf, die sich nur nach oben öffnen lässt? Aha, eine Schublade! Nun müssen wir aber nur noch das Problem mit der heissen Abluft lösen... das kommt dann als nächstes. Zuerst einmal müssen Leitungen für das Gas gelegt werden. Die Gasflasche befindet sich nämlich unterm Herd. Das hat Domi aber kein Problem damit, schliesslich arbeitet er in einer Rohrbiegeanstalt (Rohbi) ;-).

Styropor

Isolation an Wänden und Decke: Juni/Juli 2010

...mit Styropor, der mit Kleber zugekleistert wird, juhu, Sauerei!!

Solarzellen

Stühle: Woche vom 19.-23.Juli 2010


Decke

Decke und Wände decken: Mittwoch 14. Juli 2010

Am heissesten Tag im Juli dieses Jahr hatten wir uns vorgenommen, dem Mowag eine Decke zu verpassen. Ohne „mise en place“ war es auch bei der ersten Platte so anstrengend und nervenaufreibend, dass wir schon fast aufgaben. Aber mit ein bisschen besserer Organisation ging es dann doch, zwar mit genauso viel Schweiss, aber mit mehr Nervenstärke. Wow, und der Mowag sah nachher schon fast fertig aus!!

Kästen

Kästen

Kästen : Wochenende 17./18.Juli 2010

Am Samstag haben wir alles ausgemessen und Holz gekauft und am Sonntag gings dann ans Einbauen. Da der Mowag so viele Ecken und Kanten hat, mussten wir regelrechte Puzzleteile ausschneiden, die dann aber (fast) immer perfekt reinpassten. Leider ging uns irgendwann der Leim für die Listen aus, so dass wir unvollendeter Dinge enden mussten. Aber jetzt fehlen nur noch die Türen! (zu denen wir die Verschlüsse eh noch nicht hatten...)