Wiedersehen

Jungle Junction, Nairobi, Kenia, Geoposition, Höhe, Datum

Thunfisch auf Grill
Wild dogs
Darius und Jane

Nach dem wir uns ein paar Tage am indischen Ozean um die Ohren gehauen haben, deren wichtigster Inhalt mit „Essen wir heute einmal oder zweimal frischen Fisch vom Grill?“ umschrieben werden kann, machen wir uns auf den Rückweg nach Nairobi. Unterwegs Halt in der hervorragenden Sagala Lodge, dann im Tsavo East, wo wir zwei Glückspilze tatsächlich nochmals ein Rudel Wildhunde vor die Linse kriegen.
Dieses hängt erst auf einem Felsen, will dann unseren Weg kreuzen, als just in dem Moment ein Dik-Dik weiter vorn über die Strasse flitzt und die Meute hinter sich her zieht. Die Frage ob diese Zwergantilope mehr als nur einen Snack für die Wilddogs bedeutet erübrigt sich zwar, denn sie erwischen es nicht, für uns interessanter ist aber, dass sich die Bewegung des Rudels dem Strassenverlauf anpasst und wir ihm so für gut 1km folgen können, bevor weitere Dik-Diks die Räuber endgültig ins Dickicht ziehen.
Zurück in Nairobi bedeutet auch wieder zurück im Regen. Sintflutartig ist dieser, überschwemmt den Platz 10cm tief. Uns machts nichts aus, denn unsere Bodenfreiheit ist ausreichend, nicht aber die von Darius und Jane’s Zelt, das komplet überschwemt wird.
Diese treffen nämlich einen Tag nach uns im jj’s ein, benötigen für Jane einen neuen Philipinischen Pass. Äthiopien-Visa haben die zwei schon, waren da erfolgreich, wo wir gescheitert sind, nämlich in Harare, Trick dabei ein gefaktes Empfehlungsschrieben der Deutschen Botschaft in Addis Abbeba. Wir besorgen uns mit einem ebensolchen aber nicht gefakten von der Schweizer Botschaft das Sudanvisum, das innert 24h ausgestellt wird.
Ausserordentlich ist die Freude, als die zwei alten Bekanten aus Westafrika hier auftauchen. Zwar waren wir immer im Bilde, wo sie sich mehr oder weniger befinden, aber da sie erst im April zurück in Europa sein wollen, haben wir uns keine Hoffnungen gemacht auf ein Wiedersehen. Gefeiert und befeuchtet wird’s um so mehr, verläuft sich in allabendliches Rumhängen und Quaseln über Afrika und Reisefeinheiten.
Letzter Behördengang ist vor der Abreise, das Stempeln des Carnets und des Passes zur Ausreise aus Kenia, denn wir wollen das Land über die Turkanaroute verlassen, und da gibt’s keinen Zoll. Beides ist hochoffiziel und komplet frei von Kompliziertheit.
Besagte Turkanaroute verläuft durchs Rift Valley und die daraus ausufernde Wüstenebene, entlang dem Lake Turkana und durch ein Gebiet dass noch zu den ursprünglichsten in Afrika zählt, zusammen mit dem angrenzenden Omo-Valley in Äthiopien, zahlreiche Stämme in noch originaler Aufmache enthält. Preis für die Ursprünglcihkeit ist allerdings ein angeblich kaum vorhandenes und sich in spektakulär schlechtem Zustand befindliches Wegsystem, dass uns durch die knapp 800 km geleiten soll.
Am 1. November machen wir uns auf, unser letztes grosses Abenteuer in Afrika zu bestreiten.
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Comments

Posted by Annegret | November 22, 2011 | 18:06:47
Ich weiss, die Zeit ist fortgeschritten und Ihr seid schon länger auf dem Weg, das letzte grosse Abenteuer in Afrika zu bestreiten. Dennoch wünsche ich euch alles Gute und viele erfolgreiche Grenzüberschreitungen bis nach "Zuhause"; Wir alle freuen uns sehr, euch wohlbehalten daheim begrüssen zu können. (Gerade ist's in Aegypten wiede unruhig gewordern - und der "Arabische Frühling " wirkt im ganzen nahen Osten nach!) Deshalb haben wir hier eigentlich "rächt längi Zyyt!"und hoffen auf eure gesunde Heimkehr!
Alles Liebe s'Mami Annegret
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