Äthiopien – Fazit

Ich habe es versucht. Mit aller Kraft und immer wieder habe ich es versucht. Aber es wollte mir einfach nicht gelingen. Für Äthiopien wird es leider kein allzu gutes Fazit geben. Dabei wäre es doch eigentlich so schön. Grünste Hügel in atemberauben Höhen, steinige Pässe, zum ersten Mal seit langem wieder Kulturelles mit den in Stein gehauenen Kirchen von Lalibella. Sehr beeindruckend! Aber wie soll man das alles geniessen, wenn man sich ständig über die herumlungernden Leute aufregen muss, vorallem junge Männer in bester Kleidung und Kinder, die den ganzen Tag nichts besseres zu tun wissen, als am Strassenrand zu sitzen und die Handfläche nach oben auszustrecken, wenn ein Touristenauto vorbeifährt. Dabei könnte so viel getan werden und man will diese Leute einfach nur schütteln und ohrfeigen für ihre Faulheit und Dreistigkeit. Und dann überall, wo man hinkommt, die Touristenpreise, nichts bekommt man zum „Afrikapreis“. Fragt sich der Lesende jetzt: ist das nicht überall so in Afrika? Ja, manchmal schon, aber hier ist Afrika hoch 3! Die Leute sind einfach zu agressiv und die Steine werfenden Kinder geben noch eins oben drauf.
Wiedermal bemerken wir, dass da, wo die Bettelei am schlimmsten ist, auch am meisten Entwicklungshilfe geleistet wird. Auch wenn vielerort sicher gut gemeint, bringt die Hilfe einfach nichts ausser Bettelei, Korruption und Bevölkerungszuwachs. Denn Hilfe an sich ist kontraproduktiv. Menschen sind einfach so, dass sie den Eigenantrieb verlieren, wenn ihnen zu viel vorgekaut wird. Und deshalb wird sich Entwicklungshilfe immer nur im Kreis drehen, vielerorts die Situation sogar verschlechtern. Wahre Welt, grausame Welt.
Wenigstens ist das Brot super und ich geniesse auch den Injera-Fladen mit den verschiedenen Fleischsaucen, Domi ist er leider zu sauer.