Zurück in Afrika

Mokolodi NR, Gabarone, Botswana ,Geoposition S24° 44.961’ E25° 48.262’, Höhe 1051m, 15.07.2011

erstes zeltaufstellen
ready
am feuer
mokolodidrive
gabarone

Dichtgedrängt ist leider unser Programm an den ersten Tagen mit Papi und Alexander. Wir müssen nämlich unbedingt bis Freitag 15.07. 16.30 Uhr in Gabarone, der Hauptstadt von Botswana beim Department for Wildlife and National Parks, kurz DWNP, vorsprechen und die Eintrittsgebühren für die National Parks bezahlen.
Aus irgend einem Grund geht das leider nicht vor Ort.
Die Camps haben wir bereits vorgebucht, da wir uns jetzt in der Hochsaison befinden und preiswerte Unterkünfte in botswanischen Nationalparks Mangelware sind. Früher hat man diese Camps auch gleich beim DWNP gebucht, aber als wir das wollten, hat man uns freundlich an die jeweiligen neuen privaten Pächter verwiesen, ausser im Falle des Kgalagadi Transfrontier Parks und eines der 2 benötigten Camps im Central Kalahari Nature Reserve (CKNR), da lief die Buchung direkt über DWNP und wurde uns direkt mit Eintrittsgebühr in Rechnung gestellt.
Das zweite Camp im CKNR, sowie alle Camps im Moremi Wildlife Reserve und im Chobe National Park, haben wir dann bei den jeweiligen neuen privaten Pächtern gebucht und erhaltene Camping Vouchers (Gutscheine) per Mail an DWNP zwecks Verrechnung geschickt, aber entgegen gemachter Erfahrung, bei den vorangegangenen Buchungen, keine Antwort mehr erhalten. Auch ans Telefon ging niemand.
Soweit die komplizierte Vorgeschichte, die dazu geführt hat, dass wir, wie erwähnt, bis Freitag 16.30 Uhr bei DWNP in Gabarone vorsprechen mussten.
Ach ja, theoretisch würde es auch in Maun gehen, aber für dasjenige im CKNR ist’s dann zu spät und der aufmerksame und trotzdem noch nicht ganz verwirrte Leser begreift an diesem Punkt, dass wir für nur eine Nacht im CKNR nach Gabarone stressen.
Donnerstag 14.07 ist sowieso gedrängt, auf verspätete Ankunft folgt Auto in Empfang nehmen, einkaufen und erste kleine Etape, erste Dachzelt Aufrichte, grosses Lagerfeuer. Natürlich kommen wir nicht ganz so weit wie gewünscht und inklusive Verzögerung durch nochmalige Fleischbeschaffungsaktivität erreichen wir den Zoll, trotz sehr frühem Aufbruch, erst kurz nach Mittag. Ausreise Südafrika klappt ohne Probleme (der Cheque über 500 Rand Mehrwertssteuerrückertattung wird uns nach Hause geschickt) die Einreise Botswana ebenfalls….bis wir bei Costums davon in Kenntnis gesetzt werden, dass wir ein Roadpermit zu bezahlen hätten, was 120 Pula kostet. Haben wir natürlich nicht, also wieder raus zur Wechselstube, Rand in Pula wechslen (fast 1: 1), zurück, bezahlen.
Ja halt, wie schwer ist eigentlich euer Auto, 5,2 Tonnen? Ja, dann kostet es 140 Pula! Haben wir nicht, Unterlagen lassen wir diesmal liegen, Christina wartet, ich muss wieder zurück zur Wechselstube.
Jetzt haben wir aber keine Rand mehr und so heissts erst 10 Euro ausgraben und zu einem nicht gerade umwerfenden Kurs in Pula wechseln. Geht aber nur mit Pass, ich muss also erst wieder zu Christina, Pass abholen, wechseln, zurück, bezahlen, fertig.
Freundlicherweise sind die 140 bezahlten Pula inklusive 50 für die Versicherung und damit sind wir zum ersten Mal seit Kongo wieder mit so einer unterwegs.
Alexander und Papi beschmunzeln derweil unser komisches Treiben, wedeln ihrerseits nur mit erhaltenen Papieren von Autovermieter.
Von der Grenze bis Gabarone ists nicht weit und besagte Stadt eher klein und gemütlich, daher erreichen wir kurz nach vier das Zentrum, wo sich die Ministerien und gemäss Reiseführer auch DWNP befinden. Wir parken, gehen den Rest zu Fuss, fragen einen Polizisten nach dem genauen Weg und, als dieser uns eine komplizierte Beschreibung zum Stadtrand liefert, sind wir etwas konsterniert und werden bei nochmaliger Nachfrage auf einen Umzug hingewiesen. Jetzt wirds eng, aber wir schaffens gerade noch vor halb fünf dahin. Also eigentlich schaffts nur Christina, die dank einem erwähnenswerten Spurt (nicht vom Zentrum sondern nur vom neuen Parkplatz) ca 500m vor uns da eintrifft. Wir kommen nach und wollen im Foyer warten, wobei uns die Empfangsdame bereits freundlich auf eine eigentliche Bürozeit bis 16.00 Uhr hinweist! Aber hier ist glücklicherweise Afrika und nach 2 Minuten kreuzt eine DWNP-Fachfrau mit Christina im Schlepptau auf, kreuzt das Foyer, wir schliessen uns an, werden an den Schalter zur Begleichung der Eintrittsgebühren geleitet.
Wir fragen nach dem Wohlbefinden und entschuldigen uns für das verspähtete Erscheinen, erklären den eingangs erwähneten Sachverhalt unserer Buchungen, und werden freundlich darüber in Kenntnis gesetzt, dass sie leider kein Strom im Büro hat und wir darum benötigte Eintritte nicht bezahlen können!
Aber das sei weiter nicht tragisch, unser Aufenthalt im Kgalagadi TP sei ja vollständig beglichen, die zweite Nacht CKNR sollen wir am Gate bezahlen und den Rest in Maun.
Ist das nicht toll? Doch das ist toll! Wahrscheinlich haben die Freizeitministranten seit Monaten keinen Strom und darum weder auf unsere Mails noch auf die Anrufe reagiert!
Stressfrei campen wir im kleinen Molokodi Nature Reserve in Stadtnähe, machen erste Gamedrives für die Angereisten (Impala, Streifengnu, Kudu, Red Hartebeest, Warthoc) und lassen unsere Verdauung beweisen, dass wir keine geborenen Vegetarier sind.

Die Ankunft

hack und papi

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Parkhopping

Johannesburg, Südafrika, Geoposition S26° 05.647' E28° 15.567', Höhe 1667m, 13.07.2011

kleiner karoo
Nashorn
gemsbok im karoo
Guckst du
Campsite, no fence
schräghorn sable

Alexander und Marcel, Bruder und Vater meinerseits, kommen uns besuchen und reisen mit uns von Johannesburg zu den Victoria Falls. Ihre Ankunft (14.07.2011, 09.21 Uhr ) ist unser nächster Fixpunkt.
Wir reisen deshalb ab Cape Agulhas oder genauer Mossel Bay, mehr oder weniger auf der N12 bis dahin, ca 1500 km in 8 Tagen.
Unterwegs gibts 2 Nationalparks, in denen wir drei und zwei Nächte verbringen wollen, ergibt als Reiseplan 3 Nächte Nationalpark-Zwischenstationsnacht-2 Nächte Nationalpark- Zwischenstationsnacht-Johannesburg oder Reisetag-Gamedrivetag- Gamedrivetag-Reisetag-Reisetag-Gamedrivetag-Reisetag-Reisetag. Alles Klar?
Der erste Nationalpark (unser achter ins Südafrika) ist der Karoo National Park, der mitten in der Karoowüste liegt.
Er wurde uns empfohlen und da es da Löwen gibt freue ich mich auch ganz besonders auf ihn. Wie bereits erwähnt wollen wir 3 Nächte da bleiben, denn das Auto bedarf einer Abschmierung, zudem ist “Kardanwelle vorne für Botswana montieren” angesagt und man höre und rege sich auf: der neu revidierte Bremszylinder vorne rechts rinnt! Ob er das vorher tat ist nicht mehr nachvollziehbar, aber jetzt tut er es bestimmt. In weiser Voraussicht eines Reiseerfahrenenen (Peter) haben wir die Manscheten (Dichtungen im Zylinder) als Ersatzteile mit und können wenigstens so tun als würden wir was flicken und eine (die nach hinten) ersetzen.
Rad abschrauben, Bremstrommel demontieren, Zuleitung abklemmen, Rückstellfeder aushängen, Bremsbacken ausschenken, Dichtung raus, reinigen, neue Dichtung rein, Brembacke ansetzen, Feder einhängen, Bremstrommel montieren, Rad montieren, Bremsflüssigkeit nachfüllen, entlüften.
Die grosse Kunst bei der Angelegenheit: Nerven nicht verlieren beim Feder wieder einhängen und sich selber keine Verletzungen oder zumindest keine schwerwiegenden zufügen.
Ich verliere natürlich die Nerven, und verletze mich, aber nicht schwerwiegend und der Erfolg (mit Christinas Hilfe) bleibt nicht aus, das Gerinse ist weg. Wir haben sogar noch Zeit für einen Gamedrive am gleichen Tag und tagsdarauf sowieso, es ist wunderbares Wetter und nur noch nachts kalt. Sehr tierreich ist der Park, die Kulisse im grossen Karoo mit seiner abgetragenen Landschaft zum endlosgeniessen. Leider keine Löwen, dafür ein Spitzmaulnashorn!
Der zweite Park dann ist der Mokala National Park. Dies ist der jüngste Nationalpark in Südafrika, erst seit 2007 ein solcher, und wir sind uns nicht ganz sicher ob sich ein Besuch lohnt, aber er liegt auf der Strecke und die Übernachtung kostet nur 90 Rand. Was wir antreffen ist klassische Grassavanne durchzogen von den roten Kalaharisandpisten, ebenfalls sehr tierreich vorallem Antilopenarten gibts wie sonst niergens (Tsesebe, Roanantilope, und Sableantilope kommen neu auf die Liste Gesehen), Ursache ist wohl der Mangel an grossen Katzen (man kann nicht alles haben oder zumindest nicht alles auf einmal). Der Park ein absoluter Volltreffer!
Ach ja, gefahren sind wir ja auch noch dieser Tage, nämlich nach Jo’burg. 1500 Kilometer, die ersten durchs Kleine Karoo (kleines Gebirge), Karoowüste, Grosses Karoo (grösseres Gebirge) und angrenzende Kalaharirandgebiete sind zum geniessen, dann folgt eintönige Farmlandschaft, die Goldminengegend (nicht unbedingt toll zum anschauen, aber irgendwie schon noch eine Erfahrung wert, an ungezählten Goldminen mit ihren grossen Schuttbergen vorbeizufahren) und zum Schluss der Grossraum Johannesburg mit vorallem Häusern und Autobahnen und einem 4-way stop auf ebendiesen.

english follows

S34° 49’ 59.2’’ E19° 59’ 59.8’’

Mosselbay, South Africa, GPS Mereshöhe 05.07.2011

christina
Dominik

Cape Agulhas ist mit an 100% grenzender Wahrscheinlichkeit etwas, von dem du lieber Leser und mit Sicherheit wir vor unserer Reise noch nie etwas gehört haben. Sein Bekanntheitsgrad verhält sich somit ungefähr umgekehrt proportional zum Cape of good hope. Sicher hängt das auch mit der jeweiligen Namensgebung zusammen. Versteht doch jeder, was Kap der guten Hoffnung oder Cabo da Boa Esperança auf Portugiesisch heisst, stellt sich, noch während der Name sich durch Gehörgang (oder Sehnerv beim Leser) in die Gehirnwindungen schleicht, vor, wie hart und unerbittlich die Seereisen auf den kleinen Holzbadewannen waren: Wind, Sturm und brennende Sonne, oft ohne Wiederkehr oder wenn, dann nach Jahren und auch nur um festzustellen, dass die Geliebte bereits Ehefrau und Mutter einer ganzen Kinderscharr geworden ist, obwohl von dieser nur die Hälfte jeh das Erwachsenenalter erreichen wird.
Wohingegen Cape Agulhas in keiner möglichen Form zu erhöhter Hirntätigkeit anregt ausser um sich zu fragen, was dieser Name wohl soll. So geschehen auch bei uns und wir fragen unseren Reiseführer, der zu berichten weiss, dass L’agulhas auf portugiesisch die Nadel heisst, gemeint ist die Kompassnadel und der Sinn dahinter: besagte Seereisende und verhinderte Väter ungezählter Kinder konnten auf ihren Navigationsgeräten keine Abweichung mehr in südlicher Richtung feststellen. Der südlichste Punkt auf der Route nach Indien war überquert und somit das untere (sofern man Norden als oben und Süden als unten betrachtet) Ende von Afrika entdeckt.
Wo genau der südlichste Punkt nun liegt, ist auf der breiten zerklüfteten Landzunge, die heute Cape Agulhas heisst, nicht genau festzustellen, aber die Organisation der South African National Parks hat ein Herz für Touristen, stellt an einem der Landzungen ein Monument hin, das von nun an den südlichsten Punkt definiert, und den Indischen vom Atlantischen Ozean trennt.
Wir erreichen diesen Punkt am 05.07.2011 am 230-igsten Tag unserer Reise, wiederum früher als geplant, da es immer noch zu kalt ist an der Atlantikküste, um länger als nötig zu bleiben, Hermanus fällt aus.

english follows
Von nun an gehts nach Hause!

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Bremsen, Federn und das Kap der Guten Hoffnung

Franskraalstrand, Südafrika, S34° 36247’ E19° 24.715’ 04.07.2011

Mandelas Zelle
essplan
tablemountain
nicht das Kap der guten Hoffnung
nach norden
Cape of good hope
Fondue chinoise
cu

Montag, zweiter Tag in Cape Town, Nummer 2 auf Cape Towns Bestenliste Robben Island und das bekannte Gefängnis, in dem Nelson Mandela 17 Jahre seiner 27 Jahre Gefangenschaft verbracht hat. Bridge war auch noch nie hier, darum begleiten uns die zwei wieder wie Tags zuvor.
Robben Island ist so ein Ort, von dem alle schon einmal gehört haben und den man bei Gelegenheit unbedingt mal besichtigen will. Mittlerweilen Weltkulturerbe, war es zu Appartheitszeiten der unfreiwillige Sammelpunkt Nichtweisser Regimgegner, heute frisch renoviert und per Schnellboot mit der City verbunden.
Die Führung wird geleitet von einem ehemaligen Insassen, der von 1985 bis 1990 hier eingesessen hat, mit rauchiger Stimme, schwarzem Englisch-Slang und und ca 120kg Lebendgewicht, absolut passend zum Ambiente. Wir hören Stories von der Zensurbehörde, erfahren, dass Gabor Mbeki 22 Jahre, und somit am längsten von allen (Mandela wurde 1982 verlegt), jeden Morgen mit seinem Eimer voll Pipi oder Pupu zur Toilette laufen musste (diese waren nachts nicht zugänglich also von 15.00 Uhr bis 07.00 Uhr), sehen Mandelas Zelle und die zwei Decken, auf denen er die besagten 17 Jahre auf dem Fussboden geschlafen hat (also wohl nicht die originalen). Sehr gelungene Führung wie wir finden. Etwas weniger gelungen scheint mir dann die Bussrundfahrt auf der Insel, wobei nicht die eigentliche Rundfahrt oder die Informationen zur Geschichte dieser (Leprakolonie, Verteidigungsbasis etc.) sondern die Darbietung durch den Guide, der nun etwas jünger und krankhaft versucht ist die Stimmung mit nicht witzigen Sprüchen zu erheitern. Gibt, hat und macht Mühe.
Abends dann kommen Bridges Tante und Onkel aus den Zimbabwe-Ferien zurück. Wir nützen die Gelegenheit, um bei Brain Erkundigungen einzuholen, wo wir am besten unsere gebrochenen Federn erneuern lassen. Zudem ist eine Neubeschichtung der Bremsbacken nach, da wir uns nicht sicher sind ob diese halten bis nach Hause.
Federn ist keine weitere Erwähnung wert, funktioniert problemlos, 2 Tage und 1200 Rand. Etwas anders siehts mit den Bremsen aus, wobei hier nicht etwa das Neubeschichten ein Problem darstellt (1500 Rand), sondern die Herren Bremsrevidierer behaupten, die vorderen zwei Bremszylinder rinnen, neu hohnen, neu dichten, 2500 Rand. Leider bin ich aber schon weg und erfahre das am Telefon, kann nicht nachprüfen obs nötig ist, wir beschliesen aber die heisse Kartoffel zu schlucken und die Investition zu tätigen. Wer will schon durch Afrika fahren mit möglicherweise undichten Bremsen im Hinterkopf oder eben auf der Vorderachse.
Dauert ebenfalls zwei Tage.
Samstags ein kleines Bijou ala trendy Cape Society, in Hout Bay, einem Freizeit Vorort zu CT, öffnet nämlich ein kleiner Indoor Markt mit Kunst, Kultur und Verpflegungsständen, gemäss Bridge etwas typisch Capetowniges, wo man sich trifft und austauscht, sieht und gesehen wird. Alle zusammen gehen wir dahin, ich mags und Christina auch, schliesslich gibts alles mögliche zu essen. Nachmitags was ganz anderes, die Stormers spielen im Halbfinale gegen die Crusaders. Die Veranstaltung eine internationale Klubmeisterschaft zwischen Australischen, Neuseeländischen und Südafrikanischen Teams, die Sportart Rugby.
Wir sind eingeladen bei Chris und Bridges Freunden zum Rugbyschauen, was untrennbar mit einem Braai und sehr viel Bier verbunden ist. Mag ich ebenfalls, wobei sich meiner Meinung nach der Bierkonsum arg in Grenzen hält.
Sonntags ist unser letzter Tag in Cape Town, Waterfront und Longstreet haben wir unter der Woche mal erledigt aber Nummer 3 steht noch aus, die Kaphalbinsel mit dem Kap der Guten Hoffnung. Das Ganze ist eingebetet in den Cape Peninsula National Park und kostet Eintritt, aber nicht für uns, denn wir haben doch eine Wild Card. Unterwegs klärt mich Christina auf, dass der gross angekündigte Cape Point, der äusserste Punkt der Halbinsel, nicht dem Cape of good Hope entspricht, was ich natürlich für absoluten Schwachsin halte, die Karte zurate ziehe und ihr recht geben muss. Das Cape of good Hope ist nämlich der südlichste Punkt und der Cape Point etwas weiter östlich davon und wehsentlich spektakulärer, darum auch touristisch mehr aufgemacht. Mir egal, zuhause will schliesslich niemand hören wir waren am äussersten Punkt der Kaphalbinsel bei Cape Town, nein wir waren am Kap der guten Hoffnung! Parkten den Mowag genau neben das Schild, auf dem steht, dass dies der Südwestlichste Punkt von Afrika ist, was doch ein etwas eher bestreitbares Zertifikat ist und liessen uns von zwei israelischen Touristen fotografieren, die uns nebenbei eingeladen haben bei ihnen vorbeizuschauen, wenn wir da durchkommen, was durchaus sein kann, wenn wir von Haifa verschiffen würden.
Am Abend organisieren wir für unsere Gastgeber als Abschiedsessen und Dankeschön ein Fondue Chinoise, das zwar etwas Chinesisches ist, aber in unserer Fonduenation doch geläufiger als am Kap. Die Südafrikaner lieben es, ich vermisse nur die Sauce Bernaise, dafür gibts 1,5 Kg Rindsfilet.
PS: in Cape Town liesse es sich leben.

Brakes, springs, and the Cape of Good Hope

Franskraalstrand, South Africa, S 34 ° 36 247 'E19 ° 24 715' 04/07/2011

Monday, second day in Cape Town, Cape Town's number 2 on list Robben island and the famous prison where Nelson Mandela has spent 17 years of his 27 years imprisonment. Bridge was never here, so they join us again like the previous day.
Robben Island is such a place, of which all have already heard and everybody would take the opportunity to visit it. By now world heritage site, freshly renovated, it meeting point of non-white regime opponents during Apartheid, today connected via speedboat with the City.
The tour is led by a former inmate, who has been imprisoned from 1985 to 1990 here, in a husky voice, and black English slang and about 120kg live weight, entirely appropriate to the ambience. We hear stories of the censorship authorities, learned that Gabor Mbeki, 22 years, and thus the longest of all (Mandela in 1982, relocated), every morning, had to run to the bathroom with his bucket full of pee or Pupu (this was no accessible at night, what means from 15.00 clock to 07:00 clock). We look at Mandela's cell and the two blankets on which he slept 17 years on the floor (that is probably not the original). Very successful tour in our opinion. A little less successful was then the bustour on the island, not because of the ingredients or the information on the history (leprosy, colony defense base, etc.) but because of the performance by the guide who is now a bit younger and trying to hard to cheer us up with not funny jokes.
In the evening Bridges aunt Helen and uncle Brian come back from the Zimbabwe-vacation. We take the opportunity to ask Brain, about places for good car repairs.
Springs is not worth further mention, works without problems, 2 days and 1200 Rand. Looks a little different with the brakes, where the problem is not the relining (1500 Rand), according to the braekepeople the front brake cylinders are leacking, new honing, new seals, 2500 Rand. Unfortunately I'm already gone and get informed by phone, can not verify if it’s necessary. We decide to swallow the hot potato and to make the investment. Who wants to drive through Africa with potentially leaky brakes in the back of the head or just on the front axle.
Also lasts two days.
Saturdays a little gem à la trendy Cape Society, in Hout Bay, a recreational spot for CT, opens a small indoor market with arts, culture and food stalls, according to Bridge some typical Cape Towny, where people meet and exchange, see and be seen. All together, we go there, I like it and Christina of corse too, there is a lot of deliciouse food. After noone something completely different, the Stormers in the semi-final against the Crusaders. The event is an international club championship between Australian, New Zealand and South African teams, the sport is called rugby.
We are invited to Chris and Bridges friends to watche the game, what is intrinsically linked to a braai and a lot of beer. I like it too, although the beer consumption is slightly limited.
Sunday is our last day in Cape Town. We ticked during the week Waterfront and Long Street but number 3 is still outstanding the Cape Peninsula with Cape of Good Hope. The whole thing is embedded in the Cape Peninsula National Park. Christina enlightens me on the road, the bigly announced draw, Cape Point is not the Cape of Good Hope. I call it bullshit, ask a map and have to concede the point. The Cape of Good Hope is in fact the southernmost point of the peninsula, Cape Point is just east of it but much more spectacular, so put up more touristy. We don’t want to tell at home, that we were at the furthest point of the Cape Peninsula near Cape Town, no we were at the Cape of Good Hope! Parked the Mowag right next to the sign that says that this is the most southwestern point of Africa, which is a bit more contestable certificate. We met two guys from Israel, who helped us to take pictures and invited us to visit them when we pass by, what is not that unlikely if we take the ferry from Haifa.
In the evening we arrange a farewell dinner for our hosts. Fondue Chinoise, which is originally chinese, but in our fondue nation much more common than at the cape. The South Africans like it and I miss just the Sauce Bernaise.
PS: in Cape Town I could stay.

Mothercity

Llandudno, Cape Town, Südafrika, GPS Mereshöhe 27.06.2011

Humpback wahle
Stormsrivermund
Domi und mowi
gisht
Sunset on the rocks
nach oben
von oben

Nach den zwei Parks verhält sich unser Reiseverhalten (hmm verhält sich das Reiseverhalten ist mit Sicherheit ein Satz den ein Lektor in der gedruckten Version nicht sehen möchte) wie vor den zwei Parks: Wir kürzen ab und fahren mehr oder weniger direkt nach Capetown. Nur im Tsitsikamma Teil des Garden Route National Park machen wir einen Tag Pause und verbringen meinen Geburdstag an der Küste, geniesen einigermasen warmes Wetter, gehen Essen und wandern ein bischen die Steilküste auf und ab, suchen Wale. Christina schenkt mir zum Geburtstag noch einen Haarschnitt und gemeinsam leisten wir uns einen neunes Fernglas.
Cape Agulhas, Afrikas südlichsten Punkt, verscheiben wir wegen Regens auf nach Cape Town ebenso Hermanus. Am 25.06.2011 fahren wir also in Cape Town ein, die Stadt am Tafelberg, Mother City, gemäss Reiseführer eine der schönstgelegenenen Städte der Welt! Blabla… Ich mag solche Superlativen nicht! Vorallem der amerikanische Lonely Planet ist darin Spezialist, alles ist amazing, wunderful, extraordinary, unforgetable, world famous…. Überhaupt hat man jedes Mal das Gefühl wenn man im Lonely Planet was nachliest, etwas verpasst zu haben. Auf jedenfall freuen wir uns auf Kapstadt, schon nur, weil wir da auf die zwei Südafrikaner wieder treffen werden. Diese hüten das Haus von Bridges Verwandten und dieses ist nicht einfach nur in Kapstadt, sondern in Llandudno, einem Nobelvorort (oder Nachort, je nachdem woher man kommt), mit Prachtvillen, Surferparadies und einem Nudistenstrand, bevölkert von Gleichgeschlechtlichliebenden.
Vorerst aber müssen wir erst dahin und wenn man von der Garden Route kommt führt der Weg unweigerlich durch die Cape Flats, vorbei an Kayelithsa, Crossroads, Langa und wie die Townships alle heissen. Zum zweiten Mal auf unserer Reise (nach den Favelas von Lluanda) werden wir wieder mit echter Armut konfrontiert. Auffallend ist dabei, dass beide Male diese nur mit ebenfalls vorhandenenem Reichtum und in Kontrast zu diesem auftreten. Zudem sind wie überall in Südafrika sogenante RDP-houses (Rural Development Program, staatlich finanzierte Häuser, die gratis an Mittellose ANC Wähler abgegeben werden) aufgestellt worden. Dadurch ist in jedem Township nur noch der äuserste und somit neuste Ring aus Wellblechhütten, aber an einigen Stellen hat es zwischen den farbigen RDP-Häusern ebenfalls wieder Hütten. Wir denken, das dies wohl auf die unaufhaltsame Landflucht und den damit verbundenen rasanten Bevölkerungswachstum zurückzuführen ist, aber später werden wir von Bridge aufgeklährt, nämlich dass Leute, die ein RDP-Haus bekommen haben (darauf kann man sich bewerden) dieses dann nicht bewohnen, sondern vermieten und in einem Schuppen in dessen Garten wohnen!
Hat man diese Einfahrt dann überstanden, folgt Cape Town itself, wie es sich den Tafelberg hochdrückt, ins Meer schwapt. Kolonialenglischer Baustiel, dazwischen Hochhäuser, riesige Hafenanlagen, Longstreet und Waterfront.
Wir durchqueren all das, fahren zwischen Lions Head (so heist ein kleiner Hügel neben dem Tafelberg, der wie ein Löwe aussehen soll.(Naja mehr wie ein Löwe als das Sternzeichen Löwe sieht er wohl aus))und dem Tafelberg nach Süden der Küste entlang bis zu erwähnten Llandudno. Hier werden wir fröhlich von Chris und Bridge in Empfang genommen und ebenfalls bei Tante Helen und Onkel Brian einquartiert.
Wie lange wir bleiben ist noch nicht klar, haben auch seriöse Programmpunkte wie Federn organisieren oder Bremsen überholen auf dem Liste, aber glücklicherweise ist grad Wochenende und so können wir frohgemut erst mal Haupatraktionen abklappern. Nummer 1 und darum gleich tagsdarauf ist natürlich Tafelberg oder zu englisch Tablemountain. 1000m hoch und wie der Name sagt oben flach, es gibt eine Seilbahn (natürlich von CWA aus Olten), aber der budgetorientierte Reisende wandert natürlich da hoch. Die gute Nachricht dabei: Wanderstart ist etwa ab Mitte, die schlechte, die zweite Hälfte ist die anstrengende. Halbtot erreichen wir die Tafel des Berges, völlig zugeschwitzt stehen wir zwischen herausgeputzten Seilbahntouristen am Kaffeedesk. Und ja ich muss zugeben die Aussicht ist amazing, world famus und unvergesslich… schon nur wegen dem Muskelkater, der uns die nächsten Tage plagen wird.

newly in english again, with the help of google translater, hope it maks sense....

Mother City

Llundudno, Cape Town, South Africa, GPS 27/06/2011

After the two parks our travel behaviour behaves like before the two parks: We shorten and go more or less directly to Cape Town. Only in the Tsitsikamma part of the Garden Route National Park we are taking a day off and spend my Birthday on the coast, enjoy some masen warm weather, eating out and hike a bit up and down the cliffs, looking for whales.
Cape Agulhas, Africa's southernmost point as well as Hermanus has to wait, because of rain. So we arrive on 25.06.2011 in Cape Town, Table Mountain, the city, mother city, according to the guide one of the most beautiful situated cities in the world! Blah ... I do not like those superlatives! Especially the American Lonely Planet is a specialist in it, everything is amazing, wunderful, extraordinary, unforgetable, world famous .... In general, any time when reading the Lonley Planet you feel to have missed something. In any case we are looking forward to Cape Town, also because we will meet the two South Africans again there. These keep the house from Bridges relatives and this is not just situated in Cape Town, but in Llundudno, a posh suburb, with magnificent villas, Surfers Paradise and a nudist guy beach.
But first when you come from the Garden Route the trail leads invariably through the Cape Flats, past Kayelithsa, Crossroads, Langa and all these townships. For the second time on our trip (to the favelas of Lluanda) we are again confronted with real poverty. It is striking that both times they occur only with more available wealth and also in contrast to this. Moreover, as has been everywhere in South Africa, so called RDP houses (Rural Development Program, state-funded homes that are free to the destitute ANC voters cast) were installed. Only the latest ring is made out of corrugated iron huts, but in some places they are built also inbetween the RDP houses. We think that's due the unstoppable rural exodus and the resulting rapid population growth, but later we are told by Bridge, that people who get an RDP house (which you can apply for) do not inhabit it but rent it out and live in a shed in the garden!
After we managed that entry, Cape Town itself follows, as it grows up to Table Mountain, and slops into the sea. English colonial architectural style, interspersed with skyscrapers, huge port facilities, Long Street and Waterfront.
We pass through all that, drive between Lionshead (a small hill next to Table Mountain that is supposed to look like a lion (Well, more like a lion as the star sign of Leo, he probably looks)) and Table Mountain to the south along the coast up to Llandudno. Here we will get together again with Chris and Bridge who live with Aunt Helen and Uncle Brian.
How long we stay is not yet clear and we have serious program points such as springs or brakes to revise on the list, but fortunately it’s weekend so we can enjoy tourist attractions first. Number 1 on the next day is, of course, Table Mountain. 1000m high and flat on top as the name suggests, there is a cable car (of course by CWA from Olten), but the budget-oriented travelers hike up there, of course. The good news: hiking start is at about half way up, the bad, the second half is exhausting. Half-dead, we reach the board of the mountain, sweating completely between cable car tourists at the coffee desk. And yes I must admit the view is amazing, and unforgettable world famus ... only because of the soreness we are suffering from the next day.

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Wir Touristen in der Kälte

Tsitsikamma National Park, Südafrika, Meereshöhe GPS 23.06.2011

drakensberg
fels
Wasserfall
Ciskei
Caracal
Cape Mountain Zebra
Erdmännchen (/weibchen ?)
Black Rhino
Elephanten

Winter ists in Südafrika. Schon seit wir hier sind, meistens zwar doch schön, aber eben kalt, ausser nachts, dann ists saukalt. Kurze Pause von der Kälte hatten wir im Krüger, da ists aus einer uns nicht näher bekannten wohl meteorologisch-geologischen Tatsache doch wärmer (ausser Nachts). Entscheidend ist die Kälte bei der Reisegestaltung, denn schön ist zwar die Küste des Indischen Ozeans, Unesco Welt Naturerbe ist sie zusammengefasst im iSimangoliso-Park, aber wer will schon am Strand rumhängen wenns nicht warm ist. Ebenfalls wunderbar sind die Drakensberge, aber nachts ists da unter null Grad, wir heizen.
Etwas weniger kalt ist’s in der Oribigorge und beim Durchqueren der ehemaligen Transkei, der Heimat der Xhosa. Hier bläst uns dafür ein unglaublicher Wind entgegen und den Diesel aus dem Tank.
Überall verbringen wir nur kurze Zeit, weils einfach zu kalt zum Verweilen ist, fahren viel und weit, eilen wie Kurzurlauber von Touristenattraktion zu Touristenattraktion, sind nach knapp einer Woche in der Region von Port Elisabeth.
Wir beschliessen die gewonnene Zeit im Mountain Zebra National Park zu verbringen und diese Entscheidung ist absolut bemerkenswert, da hervorragend. Schöne trockene Savanne, grandios karge Berge und natürlich Zebras, aber auch viele Antilopen und eingangs läuft uns ein Caracal, ausgangs ein Black Rhino über den Weg, wir bleiben 3 Tage, diese sind warm und sonnig, leider aber unterbrochen von 2 Nächten, die wiederum Kälte und Frost bringen. Löwen gibts hier keine dafür aber im Addo Elephant National Park, in den wir gleich anschliessend fahren. Hier bleiben wir 3 Nächte, haben uns fest vorgenommen Löwen oder Ardwulfs oder Ardvark zu knipsen oder irgend sonst was interesantes, das auf der Tickliste ist, sind darum jeden Morgen die Ersten am Gate (6.30 Uhr). Nichtdestotrotz 100% erfolglos und nicht nur darum enttäuscht, denn nach dem Mountain Zebra National Park ist der Addo Elephant National Park (Die Namensgebung folgt wohl nicht den gängigen Marketing Strategien) eintönige Buschlandschaft vollgestopft mit Elephanten, Kudus und Warthogs. Wir sind irgendwann vollkommen gelangweilt, erfinden das Warthogspiel

Regeln zum Warthogspiel:
1. Wer zuerst 5 Punkte hat gewinnt.
2. 1 Punkt kriegt, wer ein Warthog sieht.
3. Jedes Warthog gibt nur einen Punkt, dieser geht an denjenigen, der ihn zuerst sieht.
4. Jede Sichtung muss akkustisch bestätigt werden durch die korrekte Bezeichnung des Tieres, also “Warthog!”
5. Falsche Sichtungen geben Minuspunkte, zum Beispiel wer ein Kudu mit Warthog bezeichnet.
6. Sichtungen auf der gegenüberligenden Strassenseite, also Fahrer auf der Beifahrerseite, gelten als “steel” geben aber auch nur einen Punkt.
7. Eine Warthogfamilie mit Mamawarthog, Papawarthog, und mindestens 3 Babywarthogs, ist ein Luckypunch und führt logischerweise zum unmittelbaren Sieg, allerdings muss der Sehende es fertig bringen fünf mal “Warthog!” zu schreien bevor der Gegner auch nur einmal “Warthog!” schreien und so an der Familie partiziperen kann
8. Wenn einer der Kontrahenten (meistens Christina) gewinnt beginnt das Spiel von vorn, wer am meisten Siege feiert liegt in Führung, da das Spiel endlos fortgesetzt werden kann.

Zulus und Wilddogs

St.Lucia, Südafrika, Geoposition S22 22.991' E32 25.102', Meereshöhe, 12.06.2011

Hluhluwepark
hatten wir auch schon
nicht im Krieg
Wilddog
Wilddog mit Familie
kudu im busch

Zulu: Stamm (oder heute politisch korrekt, Ethnie) aus Afrika, den jeder kennt. Heute zumeist ausgesprochen als kwaZulu-Natal, bekannt für abwechlungsreiche Landschaften und Nature Reservs, zusammengesetzt aus Natal und dem ehemaligen Homeland der Zulus welches zerstückelt übers Land verteilt war. 1994 war das Ende der Appartheit und die Homelands verloren ihre Bedeutung, aber noch heute ist für jeden klar ersichtlich wo diese anfingen und aufhörten. Homelandgebiet ist arg zersiedelt und es sind, speziel im Zululand, keine klaren Dörfer und Städte zu unterscheiden, wo hingegen früher Natal war, sind auch heute noch die alt bekannten Farmen, die Landschaft gartenmässig. Wichtigster Grund des Apartheitsregims für die Entscheidung wo die Homlands hinsollen ist ebenso offensichtlich, überall wo sich das Gelände nicht für den Zuckerrohr- oder Holzanbau eignete kann der Schwarze Mann es haben, Nebenefekt heute: touristisch geben Homelandlandschaften wehsendlich mehr her.
So fahren wir durch kwaZulu-Natal, abwechslungsweise Garten und Afrika, nie ärmlich, nie mit unsicherem Gefühl. Unser erstes Ziel zurück in Südafrika ist das Hluhluwe-iMfolozi Natur Reserve, soll bekannt sein für seine afrikatypische Landschaft. Leider gibts aber in dem Reserve selber keinen Campinglpatz und so sind wir angewiesen in einem Backpackers ausserhalb zu übernachten. Eigentlich kein Problem und auch nicht teurer wie sonst, aber leider nicht sehr zentral und so kürzen wir unseren Besuch auf einen Tagesausflug und wollen danach gleich weiter zur Küste. Im Reservat selbst, das 900 km^2 gross ist, solls neben den Big 5 auch alles andere geben was das Auge zu sehen wünscht in Afrika. Dazu gehört zweifelsohne der African Wilddog. Vom Aussterben bedroht und auch in grossen Reservaten nur selten anzutreffen, da er ein riesiges Jagdrevier hat. Im Krüger solls nur ca. 115 geben und hier hats gemäss Prospekt 20. Die Chancen sind gering, aber was solls, wir sind früh unterwegs. Leider ist das Wetter im Moment nicht ganz so toll, darunter leidet auch die afrikatypische Landschaft, wer denkt bei Savanne schon an Regen. Uns gefällts trotzdem, besichtigen Shop und Hides (Verstecke gebaut zur Wildsichtung), zunächst erfolglos, dann
10.15 Uhr Chrsitina schreit “Wilddog!” 20 Meter vor uns liegen tatsächlich 5 Hyänenhunde (Scheissbezeichnung) am Strassenrand, schauen, was für ein komisches Auto daherkommt. Wir stoppen, machen als erstes Fotos, damit die Köter ja nicht unfotografiert abhauen, geniessen dann das Geschende, heisst starren das Rudel an und ich beginne mich zu fragen, wie lange schaut man seltene Tiere in Freiheit an, die Antwort kommt aber im Handumdrehen: solange bis sie abhauen. Von hinten kommt nämlich ein Auto, hält, geniesst mit uns und irgendwann haben die Hunde genug und verpupsen sich. Sicher mit Abstand der grösste Spot auf unserer Reise bis jetzt, meint auch der Mitgucker, als ich zu ihm sage: “amasing isn’t it” meint er mit wässrigen Augen:” It’s unbelievable!” So freut sich auch der um Erfahrungsjahre ältere Safarigänger wie ein Kind und die Moral der Geschicht, man muss einfach genug lange in Parks rumhängen, dann läuft einem alles über den Pad.
Unser Tag kann also als erfolgreich abgehakt werden, eigentlich sind wir aber für Löwen hergekommen, denn diese haben wir zwar im Krüger schon gesehen, aber leider nicht ganz nah und meistens inaktiv.
Inzwischen taut auch das Wetter auf und so ist der Hluhluwe-Park tatsächlich sehr sehenswert und auf jedenfall einen Besuch wert nicht nur der Wilddogs wegen, die natürlich sämtliches objektive Urteilsvermögen, das wir aufbringen könnten, weggeblasen haben. Kurz nach dem Lunchbreak lässt sich dann auch der Löwe sehen. Oder besser gesagt die Löwin und wieder einmal bestätigt sich, dass Löwensehen etwas eher Langweiliges ist, denn Löwen schlafen 16-20 Stunden pro Tag und das ist eigentlich fast immer, zumal sie den Rest auch noch rumhängen und nur ab und zu mal ein Zebra oder einen Büfel köstigen.