Das erstes Mal!

Nähe Tata, Marokko, Geoposition N29° 49‘ 14.6‘‘ W7° 59‘ 38.9‘‘, Höhe 763MüM 29.12.2010

los gehts
Fun
schotter
saltlack iriki
auspuff geflickt

Nach M’Hamid gibts nur eine Strasse. Auf dieser sind wir gekommen. Da wir nicht zurück wollen, heisst die Alternative: Piste. Ein bischen mulmig ist mir schon, als wir da so stehen am Ortsausgang und vor uns nur ausgefahrene Steinpisten zu sehen sind. Im grossen Ganzen muss man zwar zugeben, das sich diese Pisten nicht gross von den Feldwegen bei uns unterscheiden, leider unterscheidet sich aber auch die Umgebung der Pisten nicht gross von den Feldwegen zuhause und so ist das eigentliche Problem das Finden der Piste. Am Anfang ists noch einigermassen leicht, denn der Asphalt führt uns direkt zur Piste. Aber bald darauf verzweigt sich diese zum ersten Mal, läuft wieder zusammen, verzeigt wieder, und läuft nicht mehr zusammen. Damit wir einigermassen auf dem richtigen Weg sind, haben wir das GPS mit Punkten gefüttert, die wir der Reihe nach anfahren.
Es geht also los! Mein erstes Mal! Geschwindigkeit ca 30 km/h erst Kies, nicht sehr tief. Bald wirds sandiger. Erste Dünen über die Strasse. Ich halte, lasse mich von Peter, dem alten Wüstenfuchs, instruieren. Langsamer, mit Allrad. Dieser kann bei Fahrt zugeschaltet oder entfernt werden. Einer Zeremonie gleich ziehe ich den grünen Hebel bei voller Fahrt nach hinten, meine Männlichkeit nimmt rasant zu. Ebenfalls gemäss Protokoll folgt ein Rattern aus dem Zwischengetriebe, was meine Männlichkeit wieder aufs normale Mass zurücksinken lässt. Ich versuche es erst mal mit kuppeln, der Allrad lässt sich zuschalten und wir fetzen über die sandiegen Passagen. Den Spass will sich auch Christina nicht entgehen lassen und will auch mal fahren. Es ist aber doch recht streng so ohne Servo und sie lässt mich wieder ran.
Leider ist der sandige Teil nach ca 25 km vorbei und es wird erst mal wieder kiesig. Irgendwann ist die Richtung zum Navigationspunkt nicht mehr mit der Piste vereinbar und ich entscheide einfach mal Querfeldein zu fahren. Da wo noch nie zuvor ein Mensch gefahren ist, oder wenigstens sicher nicht genau die selbe Richtung oder gleichschnell oder so. Auf jeden Fall wird aus der Ebene ein leichter Abhang, der durchzogen ist von trockenen Wasserrinnen, und ich frage mich ob das hier wirklich fahrbar ist. Doch bald darauf sind wir wieder in einem tiefsandiegen Flussbett angelangt, durch dass sich wieder Spurenbündel ziehen. Wir machen Mittagspause, sind vielleicht 35 km weit gekommen. Leider ists mit dem Sand bald vollends vorbei und wir quälen uns über eine holprige Schotterpiste. Irgendwann fahre ich vorbei an einem Haus auf einen Hügel, habe das Gefühl, da gehts lang, oder zumindest sieht man von da oben wos denn genau langehen könnte. Erst wirds steil, dann wirds sehr steil und im Rückspiegel erscheinen winkende Menschen, daneben steht Peters Mowag, der beim Haus steht. Ich soll umkehren. Christina steigt aus und sieht sich um. Leider stehen auf der Hügelkuppe, der einzigen nahezu ebenen Fläche, ein paar Steinhäuser und ich versuche an Ort und Stelle zu wenden, schaffe es fast, aber nicht ganz, komme ins Rutschen und setze irgendwo auf einem Stein auf.
Unten angekommen inspiziert Peter den Schaden, kann vorerst nichts feststellen.
Irgendwann stellen wir fest, dass ich auf dem Auspuff aufgesetzt habe, diesen hinter dem Topf abgerissen habe. Mein erster Schaden. Wir fixieren mit Bindedraht, quälen uns weiter über 30 km Schotterpiste. Irgendwann habe ich genug, will wieder Querfeldein genau auf den GPS Punkt zu, auf den ein Salzsee, natürlich trocken, folgen soll. Eine Wohltat, mit 50 Sachen brettern wir über den staubigen, topfebenen Boden. Am gegenüber liegenden “Ufer” wollen wir übernachten. Kurz vor dem Eindunkeln gesellen sich noch zwei Wiener zu uns, die in die entgegengesetzte Richtung unterwegs sind. Wir tauschen Infos über Strecke und Beschaffenheit aus. Laden zum Essen ein, die Gäste bringen französischen Wein mit.
Am 29. wollen wir wieder früh los, sollten wir es frühzeitig nach Foum-Zguid schaffen, könnten wir sogar noch den Auspuff flicken lassen und anderntags wieder weiter. Die weiter Piste ist unspektakulär aber holprig, und wir schaffens tatsächlich bereits auf Mittag nach FZ. Natürlich dauerts nicht lange und ein Marokkaner der uns “abschmieren” will spricht uns an. Ich zeige ihm den Auspuff und natürlich ist sein Bruder Schweisser. Ich gehe mit Peter zur Werkstatt und Christina und Sybille gehen was essen. Wir zeigen den Schaden besprechen die Lösung und verhandeln den Preis. Er will den für Marokko astronomisch hohen Preis von 500 Dirham. Ich lehne dankend ab will 100 Dirham und ein Sackmesser geben oder weiter fahren. Wir einigen uns auf 350 Dirham (ohne Messer), wahrscheinlich immer noch zuviel aber ich bin froh, dass die Sache erledigt ist. Nach einer Stunde ist alles Paletti und wir einigen uns, sogar noch bis Tata weiter zu fahren.

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Fastnichtstuntage

Camping Paradise Garden, M‘Hamid, Marokko, Geoposition N29° 49‘ 40.5‘‘ W5° 40’ 56.2‘‘ Höhe 563MüM, 27.12.2010

Was oder besser wie schreibt man über Tage an denen nichts interessantes lief aber eben doch zu viel um sie einfach unter den marokkanischen Teppich zu kehren? Zumal wir uns bisher wehement und erfolgreich gegen das Kaufen eines ebensolchen gewehrt haben. Ehrlich gesagt war dies bis Dato keine Hexerei, denn weder ist uns ein Teppichladen noch der dazugehörige Händler oder ein sprechender Wegweiser zu diesem begegnet. Gibt’s in Marokko überhaupt Teppiche? Egal.
Am 25. ist erst mal Waschtag. Gilt für Wäsche wie auch für Körper. Wobei Christina die meiste dieser knochenharten Arbeit verrichtet. Autoaufräumen, rumhängen, Blog schreiben, nichts tun. Irgendwann gehen Christina und Peter noch einkaufen. Ich verzichte wünsche mir allerdings einen Schesch, und zwar in weiss und richtig lang nicht so ein Touristending. Schesch nennt man in Marokko das Tuch, dass man sich gegen Hitze und Staub um den Kopf wickelt. In anderen Teilen der Welt nennt man es Turban. Der Schesch ist ca. 70cm breit und 6m lang, Saharalänge. Tatsächlich bringen sie mir so ein Ding mit. Zuerst muss ich dann aber feststellen, dass es nicht ganz einfach ist, so ein riesen Tuch um den Kopf zu wicklen, ohne dass man nachher wie ein Melonenkopf dasteht. Vielleicht hätte ich doch so ein Touristending nehmen sollen.
Tagsdarauf schmiere ich den Mowag ab. Ja genau so heisst der Vorgang bei dem die Gelenke (Kardanwellen etc.) gefettet werden, auf hochdeutsch. Abschmieren. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob man die Vorsilbe ab im konjugierten Verb mitverwendet oder obs einfach „ich schmiere den Mowag“ heisst. Auf jeden Fall heisst der Typ der sowas tut der Abschmierer und der Ausdruck ist so geläufig, dass ihn sogar der Marokkaner kann, wenn er dieser Tätigkeit mächtig ist und sich dem Tourist, falls dieser mit Fahrzeug unterwegs ist, anbietet. Ansonsten unterscheidet sich das Programm nicht vom Vortag. Wir kaufen auch für Christina noch einen Schesch, in Blau.
Am 27. rufen wir erst mal bei DHL in der Schweiz an, denn die sollten uns eigentlich noch den Rest der geklauten Dokumente bringen (ins Hotel Jnane dar Diafa), hatten dafür über 2 Wochen Zeit. Leider sind diese aber nicht gekommen und wir wollten heute eigentlich weiter. DHL weiss leider nicht, wo die Dokumente abgeblieben sind, laut ihnen sind sie mit einem Drittanbieter am 17.12. ausgeliefert worden, genaueres müssen sie bei DHL Marokko nachfragen. Sie wollen uns zurückrufen. Peter geht schon mal vor, Sybille abholen, die sich ein paar geruhsam Tage bei Doris gemacht hat. Dort angekommen kriegen wir von Sybille das Telefon, die Dokumente seien angekommen, und zwar per Post! Der Drittanbieter, der für DHL die Sendung zugestellt hat ist also niemand anders als die staatliche Post von Marokko! Toll, nicht? Selbstverständlich beschwere ich mich sofort bei DHL per email. Fortsetzung dazu folgt. Programmgemäss fahren wir nach M’Hamid, dem Ende der Landstrasse.

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Geh nie über das Ende einer Fussspur hinaus!

Camping D’Amazrou, Zagora, Marokko, N30°18’53.6’’ W05°49’48.7’ Höhe 721m, 24.12.2010

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Am 21.12.2010 haben wir auf Mittags eine Verabredung mit 5 Kamelen. Glücklicherweise haben diese noch zwei Führer mitgebracht, denn wir wollen zu einem dreitägigen Tripp in die Wüste.
Organisiert hat uns das ganze Doris Paulus vom Hotel Jnane Dar Diafa in Tamegrout, die uns ebenfalls auf dem Tripp begleitet, und fachkundige Infos zum Leben in der Wüste liefert. Mit von der Partie ist auch eine deutsche Touristin, Berit, sowie für den 1. Tag eine 6-köpfige Familie aus Sevilla mit zusätzlichen 6 Kamelen sowie 2 zusätzliche Führer. Peter will nicht mit, gönnt sich lieber ein paar freie Tage. Zudem muss er die Kühlung am Auto überarbeiten, da sich über den Pass im Hohen Atlas wieder Temperaturprobleme gezeigt haben.
Wir brechen von M’Hamid auf, kommen allerdings wegen der fortgeschrittenen Zeit nicht allzuweit am ersten Tag. Zum Glück muss man sagen, denn Reiten auf einem Kamel ist keinesfalls erholsam und laufen im Sand sowieso nicht.
Vor Einbruch der Dunkelheit schlagen wir das Lager auf. Dieses besteht aus einem Küchenzelt, einem Ess- und Wohnzimmer unter freiem Himmel, sowie Schlafplätzen, die sich jeder selber aussuchen kann. Von Vorteil in Rufweite. Die Kamele werden nicht angebunden, sondern lediglich mit einem hochgebundenen Bein am allzuschnellen Weglaufen gehindert.
Es folgt ein vorzügliches Essen sowie geselliges Beisammensein. Leider bleibt uns der sagenumwobene Wüstensternenhimmel verwehrt, da es Vollmond ist. Allerdings ist eine Wüste im Mondschein keinesfalls etwas Verachtbares.
Verbringt man seine erste Nacht in der Wüste, lernt man zwei Dinge. Es ist saukalt und es hat viel Sand. Dank genügend bereitgestellter Decken und meinem Daunenschlafsack ist die Kälte, wenn man nicht gerade zur nächtlichen Toilette muss, kein Problem. Anders ist es mit dem Sand! Natürlich denkt jeder, und so auch Christina und ich, an eine romantische Nacht auf Dünen, und so kuscheln wir uns hinter eine dieser.
Der Wüstensand ist unglaublich fein! So fein, das ein klitzekleines Lüftchen ausreicht um die Atmosfähre damit anzureichern, die wir alle zum Atemn brauchen. Zudem bleibt er an schweissnasser Haut kleben und nachts schwitzen alle!
Nachts ging ein klitzekleines Lüftchen.
Naja wir stehen also auf, waschen uns einigermassen das Gesicht peelen uns mit Sonnencreme, und setzen uns an den gedeckten Frühstücksteppich.
Nach dem Frühstück halbiert sich unsere Gruppe, da die Spanier zurück müssen.
Der Rest macht sich auf und ich freue mich auf meinen ersten vollen Tag in der Wüste. Zuerst laufen wir alle, denn die Kamele sollen sich auch warmlaufen. Noch nicht lange unterwegs sehen wir, dass der Horizont sich vergelbt.
Wenn der Himmel in der Wüste gelb ist, bedeutet das entweder Sonnenaufgang oder Sandsturm. Da uns die Sonne bereits auf die Köpfe scheint kann es in unserem Fall nur Sandsturm bedeuten. Wobei mir das Wort Sturm hier doch etwas übertrieben scheint. Auf jeden Fall wirds heftiger, der Sand brennt trotz Sonnenbrille in den Augen und so packe ich zur Verwunderung aller meine Skibrille aus.
Mittags schlagen wir unter einem Baum das Camp auf. Es gibt Tee, köstlichen Salat, Brot. Selbstverständlich essen wir im Zelt, denn draussen sandstürmts ununterbrochen. Als der Wind nicht nachlässt entscheiden die Kamelführer zu bleiben, und nur einer von beiden will mit zwei Kamelen zum Brunnen um Wasser zu holen. Wer mit will darf selbstverständlich mit. Christina und ich lehnen dankend ab, aber Sibylle und Berit lassen sich das nicht nehmen. Als der Kamelführer meine Skibrille mitnimmt, um sich gegen den Sand zu schützen, bin ich endgültig der König meines eigenen Wohlbefindens und Christina muss zugeben, dass die von ihr kritisch kommentierte Idee, die Skibrille mitzunehem eine Gute war. Fairerweise bleibt hier festzuhalten, dass Christina ihre Skibrille ebenfalls dabei hatte, diese aber im doch recht heftigen Troubel beim Aufbruch vergessen hatte und ich nicht fähig war, den kleinen grauen Sack als Behälter von Christinas Brille zu erkennen. Selbstverständlich habe ich unterwegs mehrmals Christina meine Brille angeboten.
Nachts schlafen wir im Zelt, was trotz des Sandsturms zu weniger Sandkontakt führt. Auch ist es wärmer. Leider muss ich nachts mal raus und dazu muss man sich wegen der Kälte komplett anziehen. Der Sandsturm hat sich gelegt und so nutze ich den Mondschein für einen Nachtspatziergang. Um ein Maleur zu vermeiden achte ich darauf, da zu gehen wo sicher keiner war in letzter Zeit.
Am zweiten vollen Wüstentag ist das Wetter perfekt. Blauer Himmel über frisch geformten Dünen. Der Wüstentag beginnt früh. Nach dem Aufwachen räumt jeder sein eigenes Nachtlager zusammen. Die Decken werden als Sitzkissen zum Frühstücken gebraucht, das die Führer zubereiten. Diese sind nämlich auch die Köche. Nach dem Essen werden vom einen Führer die Kamele eingefangen, während der andere das Küchenzelt abräumt. Es folgt satteln und beladen. Ich versuche zu helfen, oder mindestens nicht im Weg zu stehen. Nun gehts los. Vormittags wird wegen der Hitze der Hauptteil der Strecke zurückgelegt. Mittags schlägt man unter einem Baum ein vereinfachtes Lager auf. 1-2 Stunden Ausruhen und nochmals ca. 2h laufen oder reiten.
Grandios ist die Landschaft die wir nun ohne Sandstrum zu sehen bekommen. Abwechseld laufen wir durch Dünen und Steinfelder. An einem tollen Platz schlagen wir zum letzten Mal das Lager auf. Nun heists Holz sammeln, denn es gibt frisches Brot. Gebacken im Sand! Und jawolh es hat tatsächlich keinen Sand im Brot! Dank des unterschiedlichen Zyklusses von Sonne und Mond haben wir nach dem Sonnenuntergang die volle Sternenpracht! Am Morgen des 24. Dezember ist wieder prächtiges Wetter und das Morgenprozedere ist mitlerweilen allseits bekannt. In der Nacht haben sich jedoch zwei Kamele einen kleinen Kampf um die Vorherschaft geliefert, so werden wir noch Zeugen eines Aktes von Erster Hilfe bei Kamelen. Dies ist gar nicht so einfach, denn ein Tier weiss nicht von vorneherein ob man ihm Gutes oder Schlechtes tut, aber die Füherer und Doris kennen sich mit Kamelen bestens aus.
Mittags sind wir zurück am Ausgangspunkt. Wie alte Bekannte verabschieden wir uns von den Führern, die uns absolut sicher durch Wüste und Wetter geleitet haben, im Wissen, Leute kennengelernt zu haben, die man nie wieder trifft! So ist das eben auf Reisen, aber wer weiss, Inshallah …
Am Abend lädt Sibylle alle zu einem vorzüglichen Meschui (Ziege am Stück, gegessen mit den Fingern) im Jnane dar Diafa ein. Schliesslich ist heute Heilig Abend auch wenn das Abendland ewig weit weg ist.
Zum Ende kann ich nur jedem empfehlen, sollte er mal die Gelegenheit haben auf einen Kameltripp, soll er sie unbedingt wahrnehmen. Zwei Tipps kann er von mir noch haben: 1. Nimm eine Skibrille mit! 2. Geh nie über das Ende einer Fussspur hinaus!

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Über den Hohen Atlas in die Wüste nach Zagora

Camping D’Amazrou, Zagora, Marokko, N30°18’53.6’’ W05°49’48.7’ Höhe 721m, 21.12.2010

Ohne Worte, no comment!

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Djamma el Fna, der Platz der Geköpften

Camping le Relais, Marrakesch, Marokko, N31°42’28.9’’ W07°59’23.9’’ Höhe 408m, 19.12.2010 Christina in Kursiv

Fotos folgen, heute
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Marrakesch - Marrukusch – Marokko. Marokko heist heute Marokko wegen der Stadt Marrakesch. Laut allen Reisenden und Reiseführern soll Marrakesch das Wichtigste und Beste sein, was man in Marokko ansehen muss, und so machen auch wir uns auf Richtung der Roten Stadt.
Die Anreise ist relativ unspektakulär. Autobahn ab Casablanca nach Marrakesch. Dank Kurt Jähn haben wir eine 1A Adresse für einen Campingplatz incl GPS-Koordinaten. (Grüsse an dieser Stelle an ihn von allen)
Wir treffen zeitig ein und beschliessen, bereits am Abend in die Stadt zu gehen, um auf dem Platz Djamma el Fna zu essen. So klar wie Marrakesch das Wichtigste von Marokko ist, soll es dieser Platz in Marrakesch sein.
Da Sibylle einen alten Freund treffen will, werden Peter, Christina und ich uns Marrakesch alleine zu Gemüte führen. Ab dem Camping gibt es einen Fahrdienst, der uns zum Zentrum führt und wieder abholt.
Um 18.30 gehts los. Es ist Samstagabend und wir stürzen uns auf den Platz Djamma el Fna. Auf Deutsch übersetzt heisst dies “der Platz der Geköpften”! Früher wurden hier die Köpfe der Hingerichteten auf Stangen gespiest und an die Sonne gestellt, bis nur noch blanke Schädel übrig waren. Heute ist der Platz der Sammelpunkt von Strassenmusikanten, Schlangenbeschwörern, bunten Wasserverkäufern, Zaubertrick-Zauberern und Kartenleserinnen. Des Abends ist er voll mit Imbissbuden, die alle möglichen Leckereien anbieten. Wir beschliessen erst mal durch die Stände zu bummeln, um zu schauen, was es so gibt. Nach 15 Meter haben wir bereits ca 20 neue Freunde, wissen jetzt das man den Küchenschränken zu Hause Chuchichäschtli sagt, zudem haben wir jedem versprochen, dass wir bei ihm essen werden, uns aber erst mal umschauen wollen. Nach weiteren 5 Metern geben wir auf und setzen uns hin. Wir bestellen drei Vorspeisen und 4 Hauptgerichte, was alles zusammen serviert wird. Der Essvorgang ähnelt dem in einer spanischen Tappasbar macht auch ähnlichen Spass und schmeckt vorzüglich.
Gestärkt bummeln wir durch den Suq, kommen wieder zurück, um eine Suppe zu essen, trinken an einem anderen Stand frischgepressten Orangensaft (der todsicher nachgesüsst ist) und kaufen caramellisierte Erdnüsse, die aus irgendeinem uns zwar erklärten aber trozdem unbekannten Grund rot sind.
Tagsdarauf wollen wir noch einmal zum obligatorschen Sightseeing in die Stadt, aber diesmal wollen wirs ohne den Campingfahrdienst versuchen, da uns jemand gesteckt hat, dass dies billiger sein soll. Auf ein vorbeifahrendes Taxi wartend laufen wir an der Strasse entlang Richtung Stadt, als ein Auto mit italienischem Kennzeichen neben uns hält und der darinsitzende Italiener uns fragt, ob wir mitwollen. Dankend steigen wir ein und der Chaufeur braust los. An der ersten Polizeikontrolle werden wir angehalten, zum ersten Mal in Marokko. Unser Mitnehmer dreht die Scheibe runter spricht in astronmisch schnellem Französisch auf den Polizisten ein. Die einzigen drei Worte die ich und wohl auch der Polizist verstehen sind “Medicin sans frontier” und wir werden ohne ein Wort des Ordnungshüters vorbei gewunken. Der Italiener braust wieder los, um nur einen Kreisel weiter zu stoppen und einen Verkehrspolizisten nach dem Weg zu fragen. Allerdings hat er den Namen des Spitals, wo er hinsoll, vergessen und winkt ab, braust weiter. Natürlich fragen wir nach den magischen drei Worten, kommen ins Gespräch, sammeln Infos zu Afrika.
Eine skurile Erfahrung reicher steigen wir in der Nähe vom Zentrum aus und machen uns auf die Suche nach den Sahaditengräbern. Vor der Besichtigung wollen wir aber noch was essen, und da Christina uns letztes Geld verschopt hat müssen wir vorher nochmals zurück zum Djammal el Fna. (Dazu muss ich noch was schreiben: In der Schweiz hatte ich mir ja vorgenommen, mich in Marokko mit schönem Schmuck einzudecken. Leider hatte ich aber bisher nichts richtig Schönes gefunden (Tunesien ist hierfür die eindeutig bessere Adresse!). Doch auf dem Weg zu den Gräbern laufen wir an einem Stand vorbei, wo es Berberschmuck gibt. Ich schaue mir die Armreifen mal an. Natürlich will sie mir der Händler gleich verkaufen. Ich frage nach dem Preis. Ein Armreif 100 DH. Ohje, ich weiss gar nicht, wieviel ich jetzt runterhandeln soll, was angemessen ist. Ich gehe mal auf die Hälfte, 50DH, bereue es jedoch gleich, da er sicher mindestens den dreifachen Preis genannt hat… Darauf gibt er mir einen zweiten, auch schönen und will 150DH für beide. Ok, jetzt fängts an, denke ich. Ich sage mal 80 für beide. Er meint 130. Ich will aber sicher nicht so viel ausgeben und probiere es mit 60 für einen. Er meint, also 100 für beide. Ich versuche es mit 80 für beide. Darauf gibt er mir einen dritten. Ich sage nein und suche mir einen schöneren dritten aus. Nun meint er, also gut 100 für alle 3. Ok, das nehme ich dann an. 3 für den Preis, den er zuvor für einen wollte. Nicht schlecht, oder doch zu viel?? Naja, so geht es einem immer auf den Suqs…)
Nach dem Essen geht es zu den Gräbern. Die Gräber sind aus dem späten 16 und 17 Jahrundert und wirklich beeindruckend. Für mich ist allerdings das beeindruckendste, dass die Gräber unter Mulay Ismail (war bis 1727 an der Macht) zugemauert wurden und erst 1917 wieder entdeckt wurden, und das mitten in einer Stadt!
Nach der Besichtigung gehen wir zurück zum Djamma el Fna, Peter will sich noch ein Eierbrötchen gönnen und danach wollen wir zurück zum Camping. Auf dem grossen Platz ist allerdings noch gar nichts von irgend welchen Imbissbuden zu sehen. Wir fragen uns, ob sich ein Warten lohnt, als punkt vier die Wagen mit den Utensilien eintreffen, erst vereinzelt und bald in einem unaufhaltsamen Strom. Ein grandioses Schauspiel beginnt und keine Stunde später ist alles übersäht mit einem schachbrettartigen Muster aus Gassenküchen und dazugehörigen Festbänken. Wird an den einzelnen Ständen noch gearbeitet, kann an anderen bereits nach Lust und Laune konsumiert werden. Peter genehmigt sich ein Eierbrot, und Christina lässt es sich nicht nehmen, eine Suppe voll mit Schnecken zu essen. Zu meinem Glück darf in Marokko sowieso nicht öffentlich geküsst werden. (Jaja… Hm Schnecken!! Es ist dann zwar doch etwas ecklig, die Schnecken aus ihrer Schale zu ziehen. Ich verdrücke sie schnellst möglich. Davor werde ich noch Opfer der vielen Hennakünstlerinnen. Ich möchte mir eigentlich gerne eine Hennahand machen lassen, weiss aber vom Reiseführer, dass man vorsichtig sein muss, denn anscheinend nehmen sie einfach deine Hand und fangen an zu malen und verlangen dann einen horrenden Preis. Ich schaue also mal bei einem Stand rein. Tatsächlich will die Frau gleich auf meiner Hand anfangen, ich muss die Hand richtig grob wegziehen. Ich frage zuerst mal, wieviel es kostet. Sie meint, ich könne einen Preis nennen. Super… Keine Ahnung. Sie meint ok für 50DH mache sie was. Während ich noch überlege, ob ich das will, nimmt sie schon meine Hand. Ich reagiere zu langsam und schon hat sie angefangen zu malen. Resigniert und fasziniert schaue ich zu, wie sie blitzschnell in völlig gleichmässigen Lienien ein schönes Muster auf meine Hand malt. Leider hört sie schon schnell wieder auf und meint, sie wolle jetzt 50DH. Ich will für so wenig aber nicht 50 bezahlen, sage, ich gebe ihr nur 20. Sie lässt aber nicht locker. Nach ewigem Disskutieren laufe ich einfach davon und sage, dann zahle ich halt gar nichts. Sie protestiert natürlich. Ich drücke ihr die 20 in die Hand und laufe wieder weg. Darauf wird sie weich und meint ganz lieb, also gibt mir 30. Ich sage, ok, aber dann soll sie noch etwas dazumalen. Das macht sie dann und ich habe das Gefühl, nochmal einen guten Handel gemacht zu haben. Handeln in Marokko ist toll!!:-))
Ein Taxi zurück zum Campingplatz zu finden ist gar nicht schwierig, die dazugehörige Preisdiskussion dagegen schon eher. Der erste Taxifahrer will 15 Euro! Ohne eine Antwort lassen wir ihn stehen. Worauf er uns selbstverständlich nachläuft und fragt was wir zahlen wollen. wir erklären ihm, dass wir für 60 Dirham mit dem Fahrservice des Campings fahren können und wir daher höchstens 50 Dirham zahlen. Unter hundert will er aber nicht gehen und so suchen wir einen anderen. Allerdings ist unter 80 Dirham nichts zu machen, da der Camping 15 km ausserhalb liegt und eigendlich kein Stadttaxi dahin fahren darf. Also einigen wir uns auf achzig, da wir nicht auf den Campingservice warten wollen, und beschliessen diesen im nächsten Leben von vorneherein zu nehmen. Mein Fazit zu Marrakesch: Eine ganz tolle Stadt hat mit dem Djamma el Fna etwas ganz Spezielles zu bieten. Auch wenn hier die Touristenabzockerei System hat, ist ein Besuch sicher Pflicht. Sicher ist aber auch, dass Fés als Ganzes fremder, urtümlicher und einzigartiger und somit für mich eindrücklicher war. (Für mich waren beide Städte auf ihre eigene Art eindrücklich! Marakesch ist wie in 1001 Nacht und daher das, was man von Marokko erwartet. Fes ist wirklich ursprünglicher und damit auch auf seine eigene Art extrem faszinierend. Man muss einfach beide Städte gesehen haben, um einen guten Gesammteindruck von Marokko zu bekommen!)

Camping le Relais, Marrakesch, Marocco, N31°42’28.9’’ W07°59’23.9’’ height 408m, 19.12.2010 My original comment in italics

Marrakech – Marrukuch – Marocco. Marocco is called Marocco because of the town Marrakech. According to all travelers and travel guides, Marrakech should be the most important thing to see in Marocco. So we drive in the direction of the red town.
Unspectacularly we drive the highway Casablanca – Marrakech. Thanks to Kurt Jähn we have a first class adress of a camping including GPS coordinates. (greetings to Kurt!)
After we have arrived relatively early, we decide to go to town for dinner at the place Djamma el Fna. As clearly as Marrakech is said to be the best in Marocco, this place should be the best in Marrakech.
Because Sibylle wants to meet an old friend, Peter, Domi and me are going to enjoy Marrakech on our own. There is a taxi service from the camping that brings us to town and will drive us back again.
At 18:30 we start. It is Saturday night and we had to the Djamma el Fna. The translation of this name in english would be something like that: Place of the people that got cut off their heads! In former times the heads of the hanged where presented here and left under the sun until only the sculls remained. Today the place is the meeting point of streat musicians, snake artists (Schlangenbeschwörer), collorfull water salesmen, “Zauberer” and cart readers. At night there are a lot of little streat restaurants or food stables (Imbissbuden), where you can try many different marrocain specialities. We want to have a look at everything first and then decide where to eat. 15 meters later we have about 20 new friends, we know that you call the kitchen cabinets “Chuchichästli” at home and overall we promised everybody to eat at their place after we have look at everything. 5 meters later we give up and take a seat. We order 3 starters and 4 mean dishes. All gets serves together. It is like in a spanish Tapas bar, equally amousing and tastes delicious.
Powered, we walk through the suq, return to eat a soup and drink a freshly pressed orange jus (which is sweetened for sure) and buy caramelized peanuts, which are red for a reason that was explained to us but that we still don’t know.
The day after, we want to go to town again for sight seeing. This time we want to try to get there without the taxi service from the camping, because somebody told us that you can have it cheaper. Waiting for a taxi passing by, we walk along the street, as a car with an Italian sign stops and the Italian sitting inside asks us if we want to drive with. Thankful we enter and the driver starts to race. At the first police control we are stopped, for the first time in Marocco. Our chauffeur turns down the window and talks in astronomically fast French to the police man. The only 3 word that Domi and for sure also the police man understands are “Medicin sans frontier” and we get waved through. At the next circular the Italien stops again to ask for the way to the hospital whichs name he has forgotten… We ask for the magic 3 words, talk a little bit and get some information about Africa.
One scurrile experience richer, we jump off near the center and go to search the Shaditen-graves. But before we go there we want to eat something first but because I out-shopped all our money we have to go the Djamma el Fna for a bank first. Actually I was pretty good in making a better price. I wanted to buy a berber bracelet (Armreif?) and first the guy wanted 100 DH for one. At the end I got 3 for 100 DH. Not bad, but I still got the feeling that I paid too much… but it is always like that at the suqs.
After lunch we go to watch the graves. These amazing are made in the late 16th and 17th century. For Domi the most amazing thing is that the graves were hidden behind walls at the time when Mulay Ismail was in power (1727) and they were only found again in 1917. So they where hidden for a long time in the middle of a town!
Later we return to Djamma el Fna and Peter wants to eat an egg sandwich before we return to the camping. But there are no restaurant stables yet on the place. While we ask ourselves whether or nor we should wait until they are being built and open, wagons with the construction material arrive at 4 o’clock. We watch a fantastic play and in less than an hour the whole place is filled with smoking restaurant stables. While on some stables they are still constructing and preparing, on others you can already eat all you like. Peter buys his egg sandwich and I do not hesitate to eat a soup full of snails. Domi thinks that luckily it is anyway forbidden to kiss at public places in Marocco. Then I become victim of one of the Henna artists. But I succeed to get a nice tattoo for 30 DH instead of 50. And she even made a bit more than she initially wanted to.
Finding a taxi back to the camping is not difficult but the discussion for the price turns out to be so. The first taxi driver wants 15 Euros! We go away without an answer. Of course he runs after us and asks what we would like to pay. We explain to him that the taxi of the camping would cost 60DH, so we would pay maximum 50DH. But he doesn’t want to drive for less than 100, so we go and look for another one. But we don’t succeed to find something less than 80DH, because the camping is 15km away from Marrakech and actually no town-taxi is allowed to drive there. So we agree for 80DH, because we don’t want to wait for the camping taxi. We decide that in our next life we will take the camping taxi from the beginning. Domis Fazit for Marrakech: A great town, that offers something really special with the Djamma el Fna. Even if you get screwed everywhere here, you have to visit it. But for Domi, Fes is the more amazing city, because it is stranger, more original and special. For me both cities are equally amazing. I think you should visit both towns.

VW wie VisaWoche

Camping Ocean Blue, Mohammedia, Marokko, Geoposition N 33° 44’ 13.3’’ W 7°19’ 24.8’’, Meereshöhe, 17.12.2010

Christina vor dem Visastress
Hassan-Turm Rabat
Kashbah Rabat
Endlich wieder camping in Mohammedia
HassanII-Moschee groesste ausserhalb Mekkas

Die anstehende Mission heisst Visa, das Missionsziel denkbar einfach (Visum von Mauretanien), der Weg vollkommen unbekannt, die Gruppe besteht aus lauter Noobs, Bonusmission gibts auch (Senegalvisum für die Schweizer der Gruppe).
Am Montag reisen wir nach Rabat. Hier solls laut Reiseführer auf der Mauretanischen Botschaft das Visum innerhalb eines Tages geben. Leider wusste der selbe Reiseführer auch zu berichten, dass Peter und ich für den Senegal auch ein Visum brauchen, Christina und Sibylle brauchen als Deutsche keins. Im Internet finde ich die Adresse der senegalesischen Botschaft, diese soll gerade neben der mauretanischen liegen. Wir beschliessen es da einfach mal zu versuchen. Wir fahren also nach Rabat und finden als erstes raus, dass der einzige Camping in Stadtnähe nicht mehr existent ist, und wir somit etwa 20 km südlich am Strand übernachten müssen. Wir beschliessen am nächsten Morgen in die Stadt zurück zu fahren, da zu parkieren, und anschliessend mit dem Taxi zur Botschaft zu fahren. Vor 10 Uhr soll man sein Visum beantragen, dann solls am selben Tag ausgestellt werden. Um 8 Uhr wollen wir aufbrechen.
Am nächsten Morgen (14.12) brechen wir pünkltich auf. Der Verkehr ist zwar dicht allerdings kein Vergleich mit dem, was man bei einer Milionenstadt erwartet. Wir parkieren beim Universitätsspital. Von da nehmen wir ein Taxi, was gar nicht so einfach ist, und sausen los. Als wir knapp vor 10 Uhr bei der Botschaft ankommen, organisiert Sibylle die Formulare und wir stellen uns in die Schlange. Da bemerken wir, dass wir sämtliche Passfotos in den Autos vergessen haben. Wir beschliessen mit dem Taxi zurückzufahren, und dann mit den Mowags direkt vor der Botschaft zu parken, wo die Afrikafahrer bereits Stossstange an Stosstange stehen. Auf halbem Weg verlassen wir allerdings entnerft das Taxi, weil dieses hoffnungslos im Stau steht. Als wir beim Spital wieder losfahren ist auch bereits halb elf. Um Elf schliesst die Visastelle! Ohne auf Peter zu schauen fahre ich los und verfahre mich promt an der ersten Kreuzung. In etwa habe ich aber die Richtung im Kopf. Kurz vor dem Ziel verliere ich aber komplett die Übersicht blockiere in den Quartierstrassen des Botschaftsviertels den kompletten Verkehr und will nach dem Weg fragen. Die zwei Wachmänner am Strassenrand lachen aber nur, wissen sofort was ich will, da wohl sämtliche Allradfahrzeuge hier nach Mauretanien unterwegs sind.
Angekommen sammle ich die Passfotos zusammen, und laufe zu Christina, die hier gewartet hat und sich inzwischen mit dem Formular auseinander gesetzt hat. Nach ihren Anweisungen fülle ich es aus. Immer noch ausser Atem kommt bereits der nächste Hammer, wir brauchen noch Passkopien. Christina sammelt die Pässe ein und sucht einen Kopierladen. Inzwischen macht sich Sibylle auf, Passfotos zu schiessen, da sie ihre nicht gleich findet. Die Uhr tickt. Inzwischen ist es kurz vor Elf. Ich fülle bei Christina noch die fehlenden Daten aus, da kommt sie bereits mit den Kopien zurück. Wir stürmen zur Visaannahme, diese ist ein einfacher Schalter direkt in der Botschaftsmauer. Als wir hier unsere Anträge abgeben kommt auch bereits Sibylle mit neuen Passfotos zurück. Schnell füllt sie vor dem Schalter noch die letzten Daten aus und gibt auch ab. Natürlich sind wir die allerletzten, die ihre Anträge abgeben! Visa gibts erst morgen 14 Uhr, kosten tuts 320 Dirham pro Person. Naja was solls. Vor der Botschaft unterhalten wir uns noch mit anderen Reisenden und sammeln Tips. Zudem erfahren wir, das niemand am gleichen Tag sein Visum bekommt, was uns irgendwie beruhigt. Wir übernachten wieder am selben Ort.
Am Mittwoch (15.12) schlafen wir natürlich aus frühstücken gemütlich und machen uns auf zur Botschaft. Wie alte Profis parkieren wir direkt im Botschaftsviertel. In Bern undenkbar. Da wir noch zu früh dran sind, beschliessen Christina und ich, erst zur Botschaft des Senegal zu gehen um nach Antragsformularen zu fragen. Dort erklährt uns ein freundlicher Wachmann, dass das Visum beim Konsulat in Casablanca zu bekommen wäre. Er gibt uns einen Zettel mit der Adresse drauf. Diese Info ist eigentlich gut, da sie bedeutet, dass man das Visum in Marokko kriegen kann. Wir beschliessen, gleich noch zur Botschaft von Mali zu gehen. Diese ist ebenfalls um die Ecke. Hier ist die Türe offen, von einem Wachmann ist nirgends was zu sehen. Wir maschieren rein und fragen den Ersten, der uns über den Weg läuft nach den Formularen für die Visas. Die gäbe es im ersten Stock, erste Türe links. Wir gehen hoch, stolpern über eine Frau beim Beten und betreten ein Zimmer in dem zwei Männer und zwei Frauen rumhängen. Wir klopfen und sagen, dass wir die Formulare für die Visas suchen. Mit einem Lächeln sagt uns der ältere Mann der zweifelsohne der Chef hier ist: ”Wir suchen hier keine Formulare sondern nur Visas!” Worauf er in einem Stapel zu wühlen beginnt. Wo denn unsere Pässe seien? Auf der Mauretanischen Botschaft. Wir sollen wieder kommen, wenn wie die Pässe wieder hätten.
Also gehts zur mauretanischen Botschaft. Wir stellen uns in die Schlange und holen unsere Pässe ab. Natürlich kriegen alle ihre Pässe nur wir nicht. Christina hat keine Adresse angegeben! Freundlich werden wir in die Botschaft gebeten und müssen warten. Als alle Pässe rausgegeben sind kommt der Rausgeber und sein Vorgesetzter und wir machen uns daran, dem Herrn zu erklären, dass wir mit dem Camper unterwegs sind und darum keine Adresse haben. Irgendwann begreifen wir, das es eigentlich nur ums freundliche Gespräch geht und dem zuständigen Beamten Christinas Foto wohl gefallen hat. Visa in der Tasche.
Wir beschliessen das Mali Visum doch nicht hier zu holen, sondern direkt Richtung Casablanca zu fahren da uns der Platz am Meer nicht richtig gefallen mag.
In Mohamedia finden wir einen tollen Camping und machen erst mal Ruhetag, da das Senegalesische Konsulat am Donnerstag zu ist. Wir bestellen ein Taxi für Freitag Morgen um 8 Uhr, da Autofahren in Casablanca Horror sein soll.
Am Freitag (17.12) steht das Taxi pünktlich um 8 am Eingang. Wir geben dem Fahrer den Zettel worauf er erst mal telefonieren muss. Bis Casablanca sinds 30 km und wir müssen vor 11 da sein.
Um 9 Uhr sind wir im Verkehr von Casablanca, der eigentlich gar nicht so schlimm ausschaut. Als aber der Taxifahrer beginnt, andere Taxifahrer nach dem Weg zu fragen und der erste behauptet das Konsulat sei umgezogen, gibt irgend eine andere Adresse an. Ich werde wie immer wenns um Behördensachen geht langsam nervös.
Allerdings umsonst, denn ca um halb 10 sind wir da. Peter und ich gehen rein, die Frauen machen sich auf zur Hassan II-Moschee.
Wir müssen erst mal warten kriegen dann ein Formular, das wir im Doppel ausfüllen müssen. Abgabe, wieder warten.
Nach ca 1h werden wir zum Generalkonusl berufen, der uns freundlich empfängt. In seinem Büro warten noch ein Mann mit Kleinkind auf dem Arm sowie eine Frau in farbigem Kleid. Wir machen ein bisschen Smalltalk, die Frau gibt uns drei Telefonnummern von ihr und sagt uns wir sollen uns melden, wenn wir Dakar erreichen, können dann bei ihr stehen.
Wir geben unsere Anträge ab dazu braucht es drei Passfotos, je eines fürs Formular sowie eines fürs persönliche Fotoalbum des Konsul. So siehts auf jeden Fall aus. Wir werden wider herunter geschickt und müssen nochmals warten. Nach ca. 2h kriegen wir unsere Pässe wieder, bezahlen müssen wir 81 Dirham pro Person, das sind ca 10 Franken! Jeder, der schon mal ein Visum beantragen musste in der Schweiz, weiss was so etwas kosten kann! Zudem dauerts in den meisten Fällen 4-5 Wochen.
Die Reise ist somit bis zum 13 Breitengrad gesichert.
Der Plan für die Visas sieht folgendermassen aus:
Malivisum gibts problemlos an der Grenze oder in Nouakchott, der Hauptstadt Mauretaniens.
In Bamako, der Hauptstadt Malis, gibts das Visum für Burkina Faso, und hoffentlich auch ein Entende-Visa (Sammelvisum für Burkina, Togo, Benin, Elfenbeinküste und Niger)
In Ouagadugu, der Hauptstadt Burkinas, gibts die Visa für Ghana und Nigeria.
Das Kamerunvisum wissen wir noch nicht genau, probieren wir einfach überall.
Das Angolavisum gibts in Dakar, da wollen wir aber eigentlich nicht hin.

Camping Ocean Blue, Mohammedia, Marocco, geo position N 33° 44’ 13.3’’ W 7°19’ 24.8’’, height: sea level, 17.12.2010

The mission to be fulfilled is called Visa, the goal of the mission very simple (Visa of Mauretania), the way completely unknown, the group consists of a bunch of noobs. Bonusmission: Senegal visa for the Swiss of the group.
Monday we drive to Rabat. According to the travel guide you should get the visa for Mauretania here within one day. Unfortunately, the same travel guide also reports that Domi and Peter need a visa for Senegal, me and Sibylle don’t need one, because we are Germans. Dominik finds the address of the embassy of Senegal in the net, it should be situated very close to the Mauretanian one. We decide to give it a try there. So we drive to Rabat and the first thing we find out is that the Camping close to town does not exist anymore. So we have to spent the night 20 km south at the coast. The next morning we want to drive into town, park somewhere and take a taxi to the embassy. If you ask for the visa before 10, it should be made the same day. We plan to leave at 8.
The next morning (14.12.) we start punctually. There is a lot of traffic, but not as much as you would expect from a town with a million of inhabitants. We park at the university hospital. We take a taxi (not so easy). Shortly before 10 we arrive at the embassy, Sibylle organizes the formulars for the visa, we queue up. Suddenly we realize that we have forgotten to take our passport photos with us. So we decide to drive back to the cars with a taxi and then return with the Mowags and park in front of the embassy where the Africacars park buffer-bar at buffer-bar. As the taxi has only space for 3 people, I stay at the embassy. Half way to the cars, the others leave the taxi, because it is in traffic jam. As the leave the hospital, the clock shows 10:30. The embassy is going to close at 11! On his way to the embassy, Domi gets lost, but when he wants to ask some police man at the street, they know exactly where he is heading to, because all Offroader here have probably the same goal.
In the meantime I have filled in the formular and I explain to the others how to do so. Still breathless, we hear the next bad news: We also need passport copies! I collect the passport and run to look for a copy store. Sibylle runs to make same passport pictures because she can not find hers. The clock is ticking. It is almost 11. Dominik fills in some missing data in my formular, as I return with the passport copies. Quickly we run to the embassy and give in our things. At the same time Sibylle return and fills in her data quickly, gives in her things. Of course we are the very last to give in there formulars! The visas we can catch tomorrow at 2pm, the costs are 320DH per person. We talk to the other travelers and collect tips. Also we get to know that everybody gets his visa tomorrow at 2pm. We spent the night at the same place.
The next morning (15.12.) we sleep in and eat a long breakfast, before we leave for the embassy. Like old profis we park directly in the embassy quarter. Unimaginable in Bern. Because we are to early, Domi and I decide to go to the Senegal embassy first to ask for visa formulars. There, a very nice security guard explains to us that we can get the visa at the consulate in Casablanca. He gives us a paper with the address. This information is actually good, because it mean that you can get the visa in Marocco.
We decide to also have a look into the embassy of Mali, which also lies around the corner. Here, the door is open, so sign of a security guard. We enter and ask the first man crossing our way where we can get the fromulars for visa. We should get them at the first floor, first door on the left. We go upstairs, stumble over a praying woman and enter a room where two men and two women hang around. We knock and say that we are looking for the fromulars for visa. Smiling, the elderly man (who is without doubt the boss here) explains to us: “We are not looking for formulars here, we are looking for visas!” And he starts to grub in a pile of papers. Where our passports are? At the embassy of Mauretania. We should come back as soon as we habe the passports.
So we go back to the Mauretanian embassy. We queue up to take away our passports. Of course everybody gets his passport except us. I forgot to write a address in Mauretania. Friendly we are asked to enter the embassy. Waiting. After all passports have been delivered, the deliverer and the embassor (?) comes and we try to explain to the guy that we travel with a mobile home and therefore have no address. After a time we understand that they just wanted to talk to us a little, may be because the guy liked my picture (Domi thinks..). We got the visa!
We decide not to get the Mali visa here (but at the border directly) and drive on to Casablanca to get the Senegal visa. We find a very nice Camping in Mohamedia where we first relax one day because the consulate is anyway closed on Thursday. We order a taxi for Friday at 8am, because driving in Casa should be horrible.
On Friday (17.12.) punctually at 8 the taxi is there. We give the paper with the address to the driver, who has to phone first. It is 30 km to Casa and we have to be there at latest 11.
At 9 we are in the traffic of Casa. The taxi driver starts to ask other taxi drivers for the way. One taxi drive claims that the consulat has moved (which we know is not true). Domi starts to get nervous (as always when it comes to administration stuff). But for nothing, because at 9:30 we arrive at the consulate. Peter and Domi enter and Sibylle and me go to look at the Hassan II Mosque.
At the consulate, Domi and Peter have to wait first and then get a formualar that they have to fill in twice. Again waiting.
Approximately after an hour they are called to the consul. In his office a man an a woman wearing a collored dress are waiting. The make a little bit of smalltalk and the woman give them 3 telephone numbers of hers and say that we should call when we reach Dakar, where she lives. We could then park at her house.
They hand in their formular together with 3 passport pictures, one for each formular and one for the personal album of the consul (that’s how it appears). They are sent downstairs again and have to wait again. After about 2 hours they get back their passports, costs: 81DH. Everybody who had to get a visa in Switzerland once knows what it costs there. Furthermore you usually have to wait for 4-5weeks.
The travel is saved until the 13th degree of latitude.
Plan for visas is the follows: Mali visa at the border or in Nouakchot, the capital of Mauretania.
Burkina Faso visa in Bamako, the capital of Mali. Entende visa (for Burkina, Togo, Benin, Ivory cost, Niger) also there.
Ghana and Nigeria visa in Ouagadugu, capital of Burkina.
For Camerun we don’t know yet, we just have to try everywhere.
Angola visa we would get in Dakar, but actually we don’t wont to go there.

Kefta

Camping Belle Vue, Mulay Idris, Marokko, Geoposition N34° 00’ 51.7’’ W5° 33’42.3’’, Höhe 464m, 12.12.2010
Heute steht Besichtigung der zweiten grossen Medina des Landes auf dem Programm, nämlich die von Meknes. Da aber mit Marakkesch noch etwas in dieser Grössenordnung kommt, verzichten Christina und ich darauf, worauf Peter und Sibylle sich alleine auf den Weg machen. Wir wollen in der Zwischenzeit den Blog updaten und einkaufen, verabreden uns auf dem Camping Belle Vue für den Abend, der uns so gefallen hat und gerade oberhalb Meknes liegt.
Kurz nach Mittag brechen wir auch auf und machen uns Überland Richtung Meknes auf.
Wir sind noch nicht lange unterwegs sehen wir einen kleinen Markt an der Strasse und halten an um einzukaufen. Zudem gibts überall Grills auf denen Fleischspiesse grilliert werden. Von denen wollen wir fürs heutige Mittagessen mitnehmen.
Christina sucht sich einen Gemüsestand aus und kauft für Sage und Schreibe 138 Dirham Gemüse. Nein, wir werden nicht übers Ohr gehauen, Christina kauft einfach Unmengen. “Comme une femme maroccaine!” entfährt es dem erstaunten Händler mit einem Schmunzeln. An einem anderen Stand kaufen wir noch 12 typisch marokanische Würstchen, genannt Merguez. Voller Stolz über unsere Bewegungssicherheit auf marokkanischen Märkten tretten wir an einen Grill und wollen zwei dieser Fleischspiesse kaufen. Der Marokkanische Grillmeister kann kein französisch, schickt uns mit Hilfe seines Zeigefingers an einen Metzgerstand in der Nähe. Wir gehen dahin und erklären unsere Absichten wobei wir das französische Wort für Fleischspiess natürlich nicht wissen und einfach ein deutsches “Spiess” einflechten. Das macht aber gar nichts, da der gute Mann sowieso überhaupt nichts versteht und irgend was auf Arabisch sagt, worauf wir kein Wort verstehen. Irgendwie erklärt er und die umstehenden Männer uns mit Hilfe der kollektiven Französischkentnisse und internationaler Gestik, dass das Ganze folgendermassen funktioniert: Wir kaufen bei ihm Fleisch, vorzugsweise Lammgehacktes, und bringen es an den Grill, wo der Grillmeister es für uns grillieren würde. Es folgt eine kurze Verwirrung bei der Festlegung der Menge (Sprechen wir alle in Gramm, Kilos oder Dirham?) danach treten wir mit 20 Dirham Lammgehacktes an den Grill, wo der GM es in kleine Häppchen formt und grilliert.
Ich bringe inzwischen das Gemüse ins Auto, was der Grillmeister als Einladung für einen kleinen Flirt mit der einsamen Frau versteht. Christinas Wissen erweitert sich um das Wort Kefta, so ist nämlich die Bezeichnung des kleinen Imbisses, der wie ein Döner im aufgeschnittenen Brot genossen wird. Wobei hier anzumerken ist, das in Marokko das Brot immer wie Dönerbrot aussieht. Fertig zubereitet und in Alufolie verpackt reicht uns der freundliche GM das Mittagessen. Zusätzliche Kosten entstehen fürs Grillieren nicht, ist anscheinend im Fleischpreis enthalten. Wir kaufen noch Brot und gehen zurück zum Auto. Als wir losfahren kommt der übliche Parkplatzaufseher und fordert seinen Obulus, dieser ist in der Regel 10 Dirham. Er ist sich ganz offensichtlich nicht im Klaren darüber was er uns abknüpfen soll uns sagt: “Six ähe huit Dirham!” Er will uns also abzocken und hat aber keine Ahnung wieviel denn abzocken in diesem Fall wirklich bedeutet. Darüber muss ich schmunzeln, was der arme Mann als “ha Spottbillig” versteht und schnell “Vingt Dirham” sagt. Ich gebe ihm sechs und wir fahren los und nach einer Weile essen wir fröhlich unser Mittagessen am Strassenrand.
Gelernt haben wir heute folgendes: Man darf auf Reisen nie Angst haben vor Plätzen, die so aussehen als seien sie nicht für Fremde bestimmt, denn genau da ist sicher auch niemand der auf Fremde wartet um sie übers Ohr zu hauen. Und bedient wird man immer, denn Geld brauchen wir alle. Billiger ist es auf jeden Fall. Sicherheitshalber trinken wir aber nach dem Kefta noch einen Schluck Obstschnaps, den uns Vati (Fritz Rykart) für genau solche Fälle mitgegeben hat.

Camping Belle Vue, Mulay Idris, Marocco, geo position N34° 00’ 51.7’’ W5° 33’42.3’’, height 464m, 12.12.2010

Today Peter and Sibylle want to look at Meknes. Domi and I rather want to update the Blog, go shopping, relax. We want to meet again at the Camping Belle Vue near Meknes, where Domi and I have already been and which we liked a lot.
Shortly after lunch time, we start to drive direction Meknes.
Not a long time on the road, we see a little market place at the street. We stop to go shopping there. We also want to take some of the meat skewers, that are being grilled everywhere, for lunch. I choose a stable with vegetables and shop for 138 Dirham. No, we are not being fooled, I just shop so much. “Comme une femme maroccaine!” says the salesman smiling. At an other stable we buy 12 typical maroccain sausages, called Merguez. Very proud about our easy moving around at maroccain markets, we go to the grill stable and want to buy some of the skewers. The maroccain grill master does not speak French and sends us with the help of his finger to a butcher nearby. We go there and declare our wishes without knowing the French word for skewers. So we just say the german word “Spiesse”. But this doesn’t matter, because the good man doesn’t understand us anyway and he says something in Arabe, what in turn we don’t understand. Somehow he and the other men standing around explain to us with the help of collective French and Arabe knowledge and international gests that the whole thing functions the follows: We buy the meet, preferably Lamb mincemeat, at his place and bring it then to the grill. A short confusion about how much we should buy follows (do we talk about gram, kilo or Dirham?). Then we go with 20DH Lamb mincemeat to the the grill, where the grill master (GM) makes little balls out of it and grills it.
In the meantime Dominik brings the vegetables to the car, for the GM an invitation to start a little flirt with me. I learn the work Kefta. This is the name of the thing we are going to eat. Therefore the mincemeat is packed inside a bred that looks like a Döner bred. Actually all bred in Marocco looks like Döner bred. We don’t have to pay anything extra for the grill and bred, this was obviously included in the meat price, very nice!
Back at the car we want to drive on, as the obligatory parking lot attendant comes to get his money, this is normally around 10 DH. The attendant apparently doesn’t know how much he should ask for and he says: six äh huit Dirham. Obviously he wants to screw us, but doesn’t know how to do so. We have to smile, what the guy interprets as “ha very cheep” and he quickly says: veingt Dirham. Domi gives him six and we drive on.
We’ve learned the follows: You never should be afraid of places that look like not being made for strangers, because right there there is for sure nobody that wants to screw you. And you will always be served, because everybody needs money. For sure it is cheaper there. As a precaution we drink a little bit of the “Obstschnaps” that Vati (Fritz Rykart) gave us at home for exactly such cases.

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Das Medinaparadoxon

Camping Diamant Vert, Fes, Marokko, Geoposition N 33° 59’ 14.4’’ W 5°01’07.2’’ Höhe 452m 11.12.2010

Riad
Christina on the Top
Waffenschmiede
Gasse oder Gang
Innenhof
Gerberei

Heute ist Besichtigung der grössten und ältesten Medina Marokkos angesagt. Wir fahren mit Nabis Auto in die Stadt. Als sich schon das Parkieren als nicht ganz routinemässig herausstellt, und erste Dirhams fliessen, bin ich mir nicht ganz sicher, ob das auch gut kommt. Schon ist einer da, der uns führen will, wir fragen ihn ob er deutsch kann, was er verneint, aber selbstverständlich einen kennt, der das beherscht. Wir sollen ihm folgen. Nach ca 10 min Fussweg sind wir laut meinem Handnavi fast wieder beim Auto und die Sache fängt an zu stinken. Wir fragen den Mann, ich will ihn Guide A nennen, was los ist und er meint ja wir wären fast da, würden in ein Büro gehen, wo wir den Führer, Guide B, träfen. Wir stolpern noch ein bischen weiter, kommen durch eine schäbige Gasse die eher ein Tunnel ist, durchqueren ein Eisengatter, das keine Türfallen hat und stehen auf einmal in einem kleinen Hotel, das kollosal schön verziert und gerade aus 1001 Nacht gefallen ist. Guide A meint wir sollen es uns bequem machen, vom Dach sei die Aussicht sehr gut. Wir lassen uns das nicht entgehen und steigen auf das Dach des Riads, so nennt sich das nämlich.
Die Aussicht ist wirklich nicht schlecht, zwischendurch ein grosses grünes Dach ansonsten ein Jahresproduktion von Satelitenschüsseln auf einer Verschachtelung von Verschachtelungen. Nach einer Viertelstunde Warten gehen wir wieder runter wo sich die Spur von Guid A verloren hat und die des deutschschprechenden noch nicht gefunden. Wir werden langsam ungeduldig und erklären der freundlichen Dame die noch da ist, dass wir nach 10 min gehen würden wenn Guide B nicht komme. Kurz bevor unser Ultimatum ausgelaufen ist, kommt ein älterer Mann und stellt sich in den nächsten 4h als der wohl beste Führer von Fes heraus und wir haben wohl einmal mehr unglaubliches Schwein gehabt.
Zur Altstadt von Fes lässt sich folgendes sagen: eigentlich ist Altstadt die falsche Bezeichnung, es müsste Althaus heissen. Man bewegt sich permanent durch ein Labyrint aus Gängen und sieht den Himmel eigentlich nur wenn man aus der Altstadt in eines der wunderschön verzierten Häuser kommt, und in dessen ausgedehnten Innenhof steht. Das Medinaparadoxon eben. Die Gänge sind gesäumt von belebten Marktständen, und Handwerkszimmern. Überall hämmerts, schleifts, rufts, wimmelts. Das Ganze ist sehr urtümlich und grösstenteils untouristisiert. Alle paar Meter kreuzen uns Maulesel, das einzige Warentransportmittel, wenn man seine Sachen nicht selber tragen will.
Ich verzichte hier auf geschichtliche Hintergründe und Infos, die jeder auf Wikipedia nachlesen kann. Schaut euch die Fotos an und nehmt euch auf jeden Fall einen Führer, sonst kommt ihr da nie mehr raus.

Camping Diamant Vert, Fes, Marocco, geo position N 33° 59’ 14.4’’ W 5°01’07.2’’ height 452m 11.12.2010

Today we plan to look at the biggest and oldest Medina in whole Marocco. We dirve into town with Nabis car. Finding a parking space already turns out to be everything else than routine and first Dirhams are spent. Domi is not really sure if this day will end well. Immediately there is of course somebody there who wants to guide us through the Medina. We ask if he speaks German. He say no, but he knows a guide that does and we should just follow him. I start to talk to him and to me he appears quite reliable and I trust him. Only as after 10 min we end up at almost the same place where the car is parked, I have a little doubt. Domi thinks he wants to lead us to a capet selling place and wants us to run away. I again talk to the “let’s call him guide A” and he explains to me that we are going to an office where we will meet guide B. Shortly I’m thinking that “office” could really mean “carpet store”, but somehow I trust the guy. We go on a little bit through a dark little street and an dirty iron door, as we suddenly stand inside a fabulous little hotel, which looks like dropped out of 1001 nights. Guide A shows us the rooms and the terrasse on the roof from where you can see the whole medina. The view is really great, here and there a big green roof otherwise a yearly production of satellite dishes on an interleaving of interleavings. After 15 min we go down again. Guide A has left and no guide B has arrived yet. We are getting impatient and tell the lady at the reception that we will leave if the guide does not appear within 10 minutes. Just before the end of our ultimatum and elderly man appear who turns out to be probably the best guide of whole Fes!
The Medina, the old town, of Fes can be described as follows: Actually old town is the wrong word, it should rather be called old house. You permanently move through a labyrinth of narrow streets and you can only see the sky when you enter into one of the beautiful houses and stand in their atrium. The medinaparadoxon. On the streets there are stables and manufactures. Everywhere people work, shout, run… Everything is very ethnic and not touristy. Every few meters donkey carts are crossing, the only mean of transport here.
Historical backgrounds you can get on Wikipedia. Look at the pictures and if you ever go there: do take a guide, because otherwise you will never be able to find your way out of the Medialabyrinth.

Campingkrieg in Fes

Camping Diamant Vert, Fes, Marokko, Geoposition Höhe N 33° 59’ 14.4’’ W 5°01’07.2’’ 452m 10.12.2010

reunion
Mowags
Peter ist da
zwischen Rif und Atlas

Um es kurz zu machen Peter und Sybille sind eingetroffen. Wir sind mit ihnen nach Mulay Busselham gefahren haben uns einen Tag Zeit genommen, die Ordung in den Autos sowie die Gruppendynamik neu zu suchen und wollten dann nach Rabat weiterfahren um uns die Visa für Mauetanien und Senegal zu besorgen.
Nach unserem Ruhetag in MB, genau da wo wir schon mal waren, ward es aber Wochenende und wir haben uns notgedrungen entschieden umzustellen und Fes und Meknes zu besichtigen. Da Christina und ich sowohl Strecke wie auch Campingplatz der letzten Tage schon kannten, es Zeit für was Neues wurde, ich eigentlich nur eine der beiden Städte besichtigen wollte, haben wir uns entschieden, obwohl vom Reiseführer anders empfohlen, erst Fes zu erledigen.
Wir fahren also nach Fes und zwar zum Camping Diamant Vert.
Wissenswert ist an dieser Stelle, das die Campingsituation in Fes einem Kleinkrieg zwischen zwei Maffiafamilien ähnelt. Es gibt da nämlich zwei Campingplätze, der eine heisst Diamant Vert der andere Camping International. Der Wortlaut zur Situation ist im Führer folgendermassen: “ Beide Campingplätze liefern sich einen erbitterten Konkurenzkampf. Hinweisschilder werden abmontiert, Mopedguids versuchen, Wohnmobilisten auf den Camping International zu locken – Schade, denn Camping Diamant Vert ist geplegter, ruhiger, schattiger, preiswerter und schattiger gelegen.” Es folgt ein genauer Beschrieb der Route zum Campingplatz sowie die GPS Koordinaten. Wir geben die ein haben aber auf unserem Navi nur eine Rudimentäre Karte und somit eigentlich nur die Himmelsrichtung und eine Fahne im Grün. Eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, dass das mit dem Campingkrieg in Fes tatsächlich so schlimm ist. Als wir aber Fes erreichen taucht neben meinem Fenster ein roter Ball auf, der sich als Helm entpupt und spricht zu mir: “Camping? Vous cherchez un Camping? Venez avec moi!” Ich reagiere nicht und fahre weiter geradeaus. An der nächsten Ampel macht er den Fehler und erklährt mir er sei vom Camping International und ich soll ihm doch folgen. “No merci” sage ich worauf er mir erklährt er könne mich auch zum Camping Diamant Vert bringen. Ich behaupte, den Weg zu kennen und fahre Richtung Fahne, die laut unserem Navi südlich der Stadt liegt. Wir kommen aber von Norden und Fes hat 1 Mio Einwohner! Bis jetzt alles kein Problem, denn die Strassen sind zweispurig und der Verkehr ist mässig. Als aber am nächsten Kreisel wieder so ein Mopedguide steht und mir eine Richtung anzeigt, fahre ich natürlich in die andere Richtung was uns mitten in die Stadt inclusive Stossverkehr führt. Im Reiseführer gibt es eine Wegbeschreibung ab Innenstadt mit Strassennahmen und Plätzen. Diese ist aber eigentlich komplett überflüssig, da es an Beschriftungsschildern zu eben diesen Sachen mangelt. Wir fahren einfach Richtung Süden und bilden uns zwischendurch ein, auf dem richtigen Weg gemäss Führer zu sein. Leider fehlt dann aber immer wieder eine Strasse, Kreisel oder Anhaltspunkt. Erst als wieder mal ein Mopedguide auftaucht und uns kostenlos zum Camping unserer Wahl führen will wissen wir, das wir wohl fast da sind. Ich lehne wieder dankend ab und behaupte, die Adresse eines Freundes zu suchen. Schlussendlich lassen wir Fes hinter uns und erreichen wohlbehalten den Camping Diamant Verd. Hier treffen wir wieder auf Nabi, ein Zürcher der seit 2 Monaten mit dem Auto durch Frankreich und Europa tourt, und jetzt in Marokko Unterwegs ist. Wir haben ihn in Cap Spartel zum ersten Mal getroffen und kommen seither regelmässig auf Campingplätzen zu sammen.

Camping Diamant Vert, Fes, Marocco, geo position N 33° 59’ 14.4’’ W 5°01’07.2’’ height 452m 10.12.2010

To make it short: Peter and Sibylle have arrived. We drove with them to Mulay Busselham and spent one day with reorganizing the order in the cars and with finding a group dynamic. Then we wanted to drive on to Rabat to organize the visas for Maurentania and Senegal. But since it the weekend started we had to change plans and drive to Fes and Meknes first. We decided to visit Fes first (against suggestion from the travel guide) because me and Domi wanted to see something new after the “repetition” of the last few days.
So we drive to Fes, to the camping Diamant Vert. Good to know here: the camping situation in Fes is like a small war between Mafia families. The travel guide writes something like this: Both campings have an enormous competition. Street signs are being removed, mopet guides try to guide people to the camping International (although you say you want to go to Diamant Vert) – a pitty because Diamant Vert is cleaner, quieter and cheaper. Then they describe the exact route to the camping with GPS coordinates. We program them into our Navi but we have only a rudimentary map, so that we only know in with direction to drive. Actually we cannot imagine that there is really such a war between the campings in Fes. But as we reach Fes, a red ball appears at Dominiks window. The red ball is a mopet helmet and he says: Camping? Vous cherchez un camping? Venez avec moi! (Are you looking for a camping? Come with me!) Domi doesn’t react and just drives on. At the next red light the guide makes the mistake to say that he is from camping internation and we should follow him. We say “non merci”, and he claims to be also able to lead us to camping Diamant Vert. We claim to know the way and drive in the direction of our GPS coordinates. To escape the next mopet guide we drive in the middle of town, a town of 1 Mio. Inhabitants! The travel guide explains the way to the camping from the center of town, but it is impossible to follow it, because there are no street signs. We just drive in the direction of our GPS coordinates, so towards south… Suddenly another mopet guide appears and we know that we must be on the right way. Also this one wants to guide us to the camping of our choise (which we know will be always camping International). We just say that we are looking for the house of a friend. After some maneuvers we finally reach the camping Diament Vert. There we meet again meet Nabi, a Taxi driver from Zurich, who is traveling around for 2 months now in Europe and wants to stay in Marocco during the winter. We met him at Cap Spartel the first time and meet him since then from time to time on campings. We get to know that he was guided the last night be mopet guides to the wrong camping which really seems to be much more expensive and much worse. Thank you travel guide!!

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Mauretania Tingitana!

Camping Azilan, Chefchauen, Marokko, Geoposition N35° 10’ 33.7’’ W5° 16’ 01.1’’, Höhe 715m, 6.12.2010

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Am Morgen besichtigen wir Volubilis. Die grösste römische Ausgrabungsstätte in Marokko. Volubilis war die Hauptstadt der nördlichen römischen Provinz in Marokko, Mauretania Tingitana. Für mich einer der marokkanischen Höhepunkte. Wir wollen das eigendlich nach unserem Führer tun und ohne Führer….ähä…. also nach dem Buch und ohne Person, also alleine. Kurz nach dem Eingangstor spricht uns jedoch einer an und fragt ob er uns durch die Anlage führen soll. Christina meint nein, ich sage wir haben ein gutes Buch dabei. Er meint mit dem Buch würden wir wohl 3h durch die Steine stolpern und hätten doch das beste verpasst, seine Führung dauere 1h und wir hätten alle Mosaike gesehen. Christina meint nein, ich frage nach dem Preis. Der Preis sei Standard, 140 Dihram. Christina meint, sie würde auch zuhause keinen Führer nehmen, ich sage ok und hoffe, dass die kommende Erfahrung mir recht geben wird sonst habe ichs auszubaden und nicht der Führer.
So laufen wir über die Anlage und der Führer erklährt uns recht weitschweifig dies und das macht Zusammenhänge durch die Römische Geschichte, die sich mit meinem Wissen decken. Es folgen die ersten Mosaiken, der fast vollständig erhaltene Caracalla-Triumphbogen und ich bin vollauf zufrieden. Wir sind uns sicher mit dem Engagement des Führers die rechte Wahl getroffen zu haben und zur Bestätigung schickt uns der Zufall 4 Franzosen ohne Führer und nur mit einem Buch in der Hand über den Weg, die planlos durch eine der Ruinen stolpern. Am Ende geben wir dem Führer noch 20 Dihram Trinkgeld und machen uns alleine auf, um von der Porta Tingitana aus ein paar Fotos die Decumanus Maximus hinunter zu schiessen. Inzwischen ist es so richtig heiss geworden. Und wir wollen schnellstmöglich zurück zu unserem Fahrtwindsimulator.
Über die N13 fahren wir durch sanfte Hügel nach Chefchauen, eine blau-weisse Stadt die laut Führer sehenswert ist. Und das ist sie als ganzes tatsächlich. Wie ein Lawinenkegel fliest sie den steilen Hang hinunter und irgendwie müssen wir mit dem Mowag durch die engen Gassen nach ganz oben, denn da soll der Camping sein. Zum Glück sind die meisten Strassen einbahnig und dadurch breit genug. Allerdings verfahren wir uns einmal und müssen wegen der Einbahnen einen grösseren Kreis fahren. Beim zweiten Mal wende ich direkt auf einer kleinen Kreuzung und blockiere den ganzen Verkehr. Mowag sei dank ernten wir nur Gelächter und keine Schimpftiraden. Ich winke und alles ist gut. Im Camping angekommen machen wir uns zu Fuss auf in die Stadt, denn wir müssen auf den Markt, um fürs Abendessen einzukaufen. Eine Treppe führt uns direkt hinunter in die Medina. Auf dem Markt kämpft sich Christina durch Marokkanerinen und kauft wie die Mutter einer Grossfamilie für 36 Dihram ca. 6kg Gemüsse. Zudem kaufen wir für 46 Dihram Softdrinks (in Marokko das teuerste) und 5 Brote für 6 Dihram. Wir finden sogar eine Hühnerschlachterei, wos nicht nur Hühner am Stück und lebend sondern auch bereits geschlachtete Poulebrust gibt, Preis 26 Dihram. Toll. Allerdings muss das Ganze noch hoch zum Camping, und hoch bedeutet in diesem Fall ca. 100 Höhenmeter auf ca. 360 Meter Distanz. Völlig fertig kommen wir oben an und fragen uns wie wir das morgen wohl anstellen sollen, da wir eigendlich nochmals hinunter müssen fürs Ineten aber keine Lust auf einen zweiten Aufstieg haben. Per Zufall entdeken wir, dass es in der Campingbar wifi gibt, womit sich auch dieses Problem in Luft auflöst.

Camping Azilan, Chefchauen, Marocco, geo position N35° 10’ 33.7’’ W5° 16’ 01.1’’, height 715m, 6.12.2010

In the morning we look at Volubilis. This is the biggest roman sight in Marocco. Volubilis was the capital of the northern roman province in Marocco, Mauretania Tingitana. For Domi one of the best things to see in Marocco.
We take a guide to look at the stones. (here Domi explains how we got the guide and he makes fun of me, because I didn’t want to have a guide first… I don’t translate this) Like this we see all the nice Mosaiks and get a very good explanation and historical background. But after 1.5 hours it get very hot and we just want to go back to our car as soon as possible.
On the N13 we drive through very beautiful hills towards Chefchauen, a blue white city that is worth a visit according to the travel guide. And it really is. It is located on a hill and somehow we have to get through its small streets to reach the camping which is on the hill on the other side. Luckily most of the streets are one way streets and therefore wide enough. We only are wrong once and have to turn around in a large circle because of the one way streets. The second time Domi turns around in the middle of the crossroad and blocks the whole traffic. Thanks to the Mowag they only smile at us and do not shout. We wave and everything is fine. After we arrived at the camping, we leave by foot towards the market to buy something for dinner. There are stairs leading down the hill directly to the medina. On the market I fight through Maroccan women and buy lots of things like the mother of a big family. About 6 kg vegetables cost 36 Dhiram. We also buy softdrinks for 46 Dhiram and 5 breds for 6 Dhiram. We even find a Chicken slaughters house where they do not only sell whole chicken (and not alive anymore), but brests. Great. But now the whole stuff needs to be transported back uphill to the camping, which means 100 meters in height over 360m. Totally finished we arrive there and ask ourselves how we should do that tomorrow when we want to find an internet café in town. But then we find out that there is wifi at the Campingbar!

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Warten auf Peter und Sybille

Camping Belle Veu, Mulay Idris, Marokko, Geoposition N34° 00’ 51.7’’ W5° 33’42.3’’, Höhe 464m, 5.12.2010

Fotos haben kleinere Qualität das für uns immer ewig dauert die hochzuladen, sry!

selbstauslösertest
bijou
domi on the roof

Von Peter und Sybille hat uns gestern die freudige Nachricht erreicht, dass sie am Dienstag in Marokko eintreffen. Wir verabreden uns auf dem Camping bei Cap Spartel, wo wir unsere erste Nacht in Marokko verbracht haben. Da heute Sonntag ist bleiben uns also noch zwei Tage und wir fragen uns, was wir mit diesen anstellen sollen. Wir entscheiden uns für die römische Ausgrabungsstädte Volubilis bei Mulay Idris und machen uns auf den Weg. Heute ist aber nur Reisetag, besichtigt wird morgen. Übernachten wollen wir auf dem Camping Belle Vue der laut Reiseführer von Erika und Astrid Daerr nicht allzu gut weg kommt. Angenehm überrascht sind wir, als sich der Camping als ein kleines Bijou im Olivenhain darstellt. Natürlich haben die dazugehörigen Gebäude ihre besten Zeiten hinter sich, aber man sieht noch den Glanz der vergangenen Tage der kleinen aber toll gestalteten Anlage und die Wc’s sind eigendlich auch ok. Zudem ist der Betreiber überaus freundlich. Wenn Ihr also durch irgend einen komischen Zufall dies hier lest, geht doch auf eurer nächsten Reise vorbei und macht euch ein aktuelles Bild. Zudem stimmt die Strassennummerierung nicht mit der ReiseKnowHow Karte überein.
Da heute nichts wirklich Interessantes passiert ist hier noch ein paar GPS-Spielereien:
Wir haben bis heute 3300km zurückgelegt. Dies bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 8 km/h. Heute haben wir beinahe den 34-ten Breitengrad erreicht. Dies entspricht etwa der Breite von Hollywood, Los Angeles. Unsere Höhe ist heute 464 Meter über Meer also etwo so hoch wie Starrkirch-Wil. Bis nach Hause ist es 1863km Luftlinie NNO. Indiana Jones würde sagen ein Uhr. Temperatur ist 20° Celsius abends um Acht. In Marokko gilt GMT was MET minus 1 h entspricht (im Winter versteht sich).

Camping Belle Veu, Mulay Idris, Marocco, geo position N34° 00’ 51.7’’ W5° 33’42.3’’, height 464m, 5.12.2010

We heard yesterday from Peter and Sibylle that they will arrive in Tanger on Tuesday! We decide to meet on the camping at Cap Spartel where also we spent our first night in Marocco. As today is Sunday, we still have two days to spent until then. We decide to see Volubilis, a roman digging place near Mulay Idris. Today we want to find the Camping Belle Vue near Volubilis and look at the sight tomorrow. Despite the negative description in the travel guide by Erika and Astrid Därr, the camping turns out to be a little “Bijou” in the middle of an olive garden. Toilets are really ok and the owner is very friendly.
Here a few GPS studies of Domi (for who is interested):
We have driven 3300 km so far. If you calculate a mean velocity for all the days, that would make 8km/h. We arrived at the 34th “Breitengrad” (don’t know the english word), this is approximately on the level of Los Angeles. Our height is 464 m over sea level, this is approximately as heigh as Starrkirch-Wil. Till home it is 1863 km strait line NNE. Indiana Jones would say one o’Clock. Temperature is 20°C at 8pm. In Marocco the time is GMT, this is MET minus 1 hour (in winter, of course).


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Hallo Schweiz, hier Marokko

Camping Flament Loisirs, Mulay Busselham, Marocco, Geoposition N34°52’31.4’’ W6°16’47.7’’ Höhe 15m, 3-4.12.2010

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Am Freitag machen wir uns zu Fuss auf den Weg in den Ort Moulay Busselham. Wir wollen die Kommunikation nach Hause wieder in Stand setzten, da mein Handy nicht funktioniert, zudem ist wieder mal ein Blogupdate fällig. Wir finden einen Mobileshop der auch gerade ein Internetkaffe ist. Also eigendlich ist die Bezeichnung falsch, da es nichts zu trinken gibt, müsste also InternetTelefonzellenMobileshop heissen. Für 80 Dhiram kaufen wir eine Simkarte mit 50 Dihram Guthaben. Diese kommt ins alte Nokia, das mir Fido mitgegeben hat (Grüsse an dieser Stelle an ihn). Das Internet kostet 6 Dihram die Stunde. Zurück auf dem Zeltplatz lernen wir noch Tim und seine Freundin (deren Namen wir leider nicht wissen) kennen und waschen unsere Wäsche. Sie sind seit einem halben Jahr in Osteuropa und der Türkei unterwegs und wollen jetzt in Marokko überwintern.
Mulay Busselham liegt an einer riesigen Lagune, in der ein Vogelreservat liegt und wir wollen uns das am Samstag mal ein bischen anschauen. Wir laufen auf einem besseren Feldweg Richtung Wasser und kommen an eine kleine Fischersiedlung. Hier spricht uns einer an, der uns ein Boot zur Besichtigung der Lagune vermieten will. Wir lehnen dankend ab. Darauf fragt er uns, ob wir frischen Fisch kaufen wollen. Da sagen wir natürlich nicht nein. Er schlägt vor, uns den zum Campingplatz zu bringen, da könne er ihn gleich noch ausnehmen und etwas Zitrone bringe er auch noch mit. Wir verabreden uns um Fünf.
Im MB essen wir für 200 Dihram in einem etwas gehobeneren Lokal, das gerade gegenüber der Moschee liegt. Als der Muezin schreit, beantwortet sich unsere Frage wie stark die Marokkaner den Islam ausleben. Die Menge, die in die Moschee strömt ist sicherlich grösser als die paar Nasen die sich bei uns zum täglichen Gottesdienst einfinden, allerdings weit kleiner als in einem islamischen Land erwartet. Danach gehen wir zum Markt, kaufen für 3 Dihram zwei typisch marokkanische Brote. In einem Krammerladen kaufen wir noch Saft und Orangina sowei etwas Gewürz. Das Getränk ist teurer, kostet 36 Dihram, das Gewürz kostet 2 Dihram.
Alles in allem bis hier nichts Aufregendes und falls jemand wirklich bis hier gelesen hat, soll er/sie mit dem nun Kommenden belohnt werden. Um Fünf kommt nämlich der Fischer. Diesen haben wir beim Eingang angemeldet, da er sonst nicht eingelassen wird. Er hat drei Aale dabei, die noch leben. Wir dürfen zwei auswählen und vor unseren Augen beginnt er mit der Zubereitung. Zuerst schlitzt er den Fisch hinter dem Kopf auf und nimmt die Innereien raus, dann reist er dem immer noch zappelnden Aal die Haut vom Leib und wirft ihn ins Becken. Das Gleiche mit dem Zweiten. Als er soweit ist, fragt er, ob er die Köpfe abtrennen soll, ich denke “endlich”. Er gibt sie den Katzen und die Fische hören auf zu zappeln. Wir laden ihn zum Tee ein und erzählen ein bisschen von zuhause und wo wir noch hin wollen. Als ich ihn frage was er für die Fische möchte, kommt die über alles gefürchtete Antwort, “gebt was ihr für angemessen haltet”. Natürlich haben wir keine Ahnung, was hier angemessen ist. Wir geben ihm 50 Dihram sowie ein kleines schweizer Sackmesser und Malstifte für seine Kinder. Ich werde das Gefühl nicht los, dass er mehr erwartet hat. Wenn man aber bedenkt, was die oben erwähnten Sachen so kosten, denke ich das 50 Dihram ein Preis ist, den kein Marokkaner zahlen würde und er wahrscheinlich einfach mehr erwartet hat, weil europäische Touristen einfach immer viel zu viel zahlen.
Als er gegangen ist machen wir uns daran, die Aale zu kochen, und damit sie in die Pfanne passen muss ich jeden nochmals 2-3 mal abeinander hauen. Als ich zum ersten Schnitt ansetzte, mach ich mir fast in die Hosen, als sich der kopflose Fisch unter meinem Messer zu winden beginnt! Zuerst denke ich, ich spinne, aber der Fisch bewegt sich tatsächlich. Wir nehmen an, das sind Reflexe, die beim durchtrennen des Rückgrades Muskelzuckungen auslösen, aber ich kann das nicht. Also schreitet Ph. Dr. nat. Bio (und was noch alles zu ihrem Titel gehört) Christina Helga Juliana Lange zur Tat und zerteilt die Fische. Als sich die Fische auch in der Bratpfanne noch verdächtig krümmen, hoffe ich, dass sie das spätestens auf der Gabel nicht mehr tun und beschliesse danach nie mehr Aal zu essen. Dank Christinas Kochkunst sind die Fische aber vorzüglich, zusammen mit dem marokkanischen Brot sowieso.

Camping Flament Loisirs, Mulay Busselham, Marocco, geo position N34°52’31.4’’ W6°16’47.7’’ height 15m, 3-4.12.2010

On Friday we go by foot to Moulay Busselham. We want to connect to home again, because Domis Handy is not working. A blog update is also needed. We find a mobile shop which is at the same time an internet café. Well, café is actually the wrong description, because you cannot drink anything there. It should rather be InternetTelephoneMobileShop. For 80 Dhiram we buy a sim card charged with 50 Dhiram. This goes into the old Nokia from Fido. Internet costs 6 Dhiram per hour. Back at the camping we meet Tim and his girlfriend (who’s name we don’t know). They are traveling since half a year in eastern Europe and Turkey and would like to stay in Marocco for the winter. Then we wash our cloths.
Mulay Busselham is located at a big Lagune where there are lots of birds and Flamingoes. On Saturday we want to have a look at that. We walk towards the water and reach a little fisherman’s village. Somebody asks us if we want to rent a boat to see the Lagune. We say no thank you. Then he asks us if we want to buy fresh fish. This sounds better. He proposes to bring it to the camping, where he could freshly prepare (clean) it for us and he whould also bring some citrons. We make an appointment for five.
In MB we eat for 200 Dhiram in a very good restaurant, which lies just across the street from the Mosque. As the Muezin screams, our question how religious the Marrocans are is answered. There are certainly more people going into the Mosque than at home to church, but there are much less than we expected.
Afterwards we go to the market and buy two typical maroccain breds for 3 Dhiram. In a small store we buy some drinks for 36 Dhiram and a spice for 2 Dhiram.
All in all nothing special happened so far and should someone have read until here anyways he shall be honored for that now. Because at 5 the fisherman arrives. We had to announce him at the entrance, because otherwise he wouldn’t have got the admission to enter. He brings three ales that are still alive. We can choose two and he starts to prepare them in front of us. First he makes a slit into the fishes head and takes out the inner organs. Further, he peels the still moving fish. The same with the other one. Then he asks (finally!!) if he should remove the heads. Eventually the fishes stop moving. We invite him for tea and talk a bit about our home and what we plan to do. When Domi asks him for a price for the fishes his answer is what we were scared off: “ give what you think is suited”. Of course we have no idea how much to give. We give him 50 Dihram, a small swiss army knife and painting pencils for his children. Domi has the feeling that he expected more. But if you think about what other things cost, I think this is a price that no Maroccan people whould pay. But he probably expected more because normally tourists pay too much. I still think that we surely payed too much.
After the fisherman has left, we start preparing the fish. We have to cut them, so that they fit into the frying pan. When Domi starts to cut them, he nearly makes his pants wet, when the headless fish starts moving again! We think that this are only reflexes, impules that are triggered when you cut through the bone marrow, but Domi still cannot do it. So I try it (hear Domi starts to list all my titles, or what he thinks my titles are;-)).
Also in the frying pan the fishes still move and Domi (and also I) just hope that they will stop doing that latest before they are on our forks. Domi decides that this will be the last ale he eats. But somehow I manage to prepare them quite nicely so that we still can enjoy it.

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Erster Marokkotag

Camping Flament Loisirs, Geoposition folgt Mulay Busselham, Marokko, 2.12.2010

Danke fuer all die Kommentare! Thanks for all the nice comments!

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Heute wollen wir was von Marokko sehen und einen Campingplatz weiter südlich finden. Zuerst fahren wir nach Asilah, wo laut Reiseführer heute Markttag sein soll. Wir müssen nämlich mal wieder einkaufen. Wir parken den Mowag am Meer auf einem Parkplatz wo auch viele andere Wohnmobile stehen. Dann machen wir uns auf in die Medina. Natürlich spricht uns gleich nach dem Durchqueren der Stadtmauer jemand an. Ich denke nur, schnell weg, aber Domi lässt sich einlullen. Es ist aber auch echt schwierig den abzuhängen. Zuerst will er uns totsicher in einen Teppichladen führen, aber als er merkt, dass er das nicht schafft, gibt er auf. Wir fragen ihn stattdessen, wo wir was zu essen kaufen können und er führt uns tatsächlich zu dem Markt, den wir gesucht haben. Dort geleitet er uns zu den Ständen seiner Freunde, wo wir 4 Kartoffeln, 2 Rüebli, 3 Zwiebeln und 2 Peperonie für umgerechnet 1.20 Euro kaufen. Für uns ein Spottpreis, für ihn sicher ein Mehrgewinn, aber das ist uns egal. Die Früchte (2 Granatäpfel und 2 Avokados) sind etwas teuer, 1.70 Euro umgerechnet, aber der Führer nimmt sich auch noch 2 Manderinli, die wir garantiert mitbezahlen, ja nu;-). Dann kaufen wir noch Getränke und wollen erst mal zurück zum Auto, die Sachen verstauen. Kurz vor dem Auto verabschiedet sich der “Führer” dann auch von uns. Wir geben ihm 20 Diaram (2 Euro), sicher viel zu viel, aber die einzige kleine Note, die es gibt. Und es heisst, Kleingeld sollte man aufbewahren. Naja, so kann er jetzt sicher seine Familie für mindestens einen Tag ernähren und für uns ist es kein grosser Verlust. Danach schauen wir uns noch die Medina an, bevor uns ein Hungergefühl befällt und wir in einem der vielen kleinen Restaurants platz nehmen. Der Kellner/Koch/Besitzer spricht leider nur arabisch, ich kann ihn also nicht fragen, was dieses typisch marokanische Gericht auf der Karte ist. Tagine mit Fisch. Ich bestelle es trotzdem, Domi auch. Da wir die einzigen Gäste sind, mit denen er wahrscheinlich nicht gerechnet hat, muss er zuerst mal einkaufen gehen. Meine Cola, die, wie ich später merke, gar nicht auf der Karte steht, holt er schnell beim Nachbarrestaurant. Haben wir nicht, gibt es hier nicht, denn der Nachbar hats bestimmt. Bevor das Essen fertig ist, tischt er uns dann verschiedenen Aperohäppchen auf. Der Kunde ist hier wirklich König. Die Tagine ist dann auch vorzüglich (siehe Foto) und alles zusammen kostet umgerechnet 9.50 Euro. Genährt und in Ferienstimmung fahren wir weiter nach Lixus, einer römische Ausgrabungsstädte. Die Gebäude befinden sich auf einem wunderschönen Berg, unsere erste Wanderung. Es ist nicht extrem sehenswert, aber macht uns trotzdem Spass.
Danach wollen wir nach Mulay Busselham auf einen Campingplatz. Kurz nach Larache verpassen wir aber den Abzweiger (der nicht beschlidert ist). Später hat es aber nochmal eine Abzweiger, den wir dann nehmen. Fehlentscheidung. Die Strasse hier ist nämlich eigentlich gar keine Strasse, sondern eine Aneinanderhäufung von Schlaglöchern. Zum Teil sind sie so tief, dass das Navi einen Höhenunterschied angibt. Wir haben Angst um unsere Reifen, Federn, den Wassertank und alles, hoffen einfach, dass wir hier keine Panne haben. Denn es wird auch schon langsam dunkel und Mulay Busselham ist noch in weiter Ferne. Wir fahren durch bevölkerte Dörfer, alle Leute winken uns zu, auch die Fahrer der vielen Sammeltaxis, die sich mit uns durch die Schlaglöcher mühen freuen sich mega an unserem Auto. Kurz nach Sonnenuntergang werden wir nervös, was wenn das so weiter geht? Zum Glück kommt dann ein Abzweiger nach Mulay Busselham auf eine normale Srasse! Juhu! Erleichtert und in der Dunkelheit erreichen wir dann den Campingplatz.

Camping Flament Loisirs, Mulay Busselham, Marocco, geo position N34°52’31.4’’W6°16’47.7’’, 2.12.2010

Today we plan our first sight seeing of Marocco. First we drive towards Asilah, where there should be market day today according to our travel guide. We have to buy things to eat. We park the Mowag at the sea on a parking where there are a lot of other mobile homes. Then we go to the Medina. Of course, just before we enter the Medina a guy starts talking to us. I think: let’s escape, but he already captured Domi. It is dam hard to get rid of this guy. Almost certainly he wants to guide us to a carped store first, but when he realizes that he has no chance, he gives up. Instead we ask him, where we can buy something to eat. Indeed, he guides us to the market place we were looking for. There he brings us to the stables of his friends where we buy 4 potatoes, 2 carrots, 3 onions and 2 peppers for 1.20 Euros (12 Diaram). A nothing-price for us, for him almost certainly a verygood-price. But we don’t care. The fruits are a little more expensive, 17 Diaram, but the guide also takes two manderines which we for sure also pay, well..;-) Then we buy some drinks and want to go back to the car first to store the things there. Shortly before we reach the car, the guy says goodby. We give him 20 Diaram (2 Euro), certainly too much, but that is the only small paper money that exists. And they say you should keep the coins. Well, like this he can at least nurrish his family for one day or more and we don’t loose anything.
Then we have a look at the medina before we get hungry and take a seat in one of the small restaurants. The waiter/chef/boss only speaks arabe, so I cannot ask what is the typical marrocain meal they offer on the menu list, Tagine with fish. Anyway I take it and Domi, too. Because we are the only guests and he probably did not expect us, he has to go shopping first. My coke, that is not on the menu list (what I only recognize later) he organizes from the restaurant next door. “we don’t have it” doesn’t exist here, because the neighbor has it for sure. Before the meal is finished he serves us different Apero Tapas. The customer is king. The Tagine is also very nice (see picture) and all in all we pay 95 Diaram (9.50 Euros). Feeded and in holiday mood, we drive on toward Lixus, a roman ruine historical place. The “stones” are located on a beautiful hill, we make our first tracking. The whole thing is nothing special, but we enjoy it anyways.
Afterward we head toward Mulay Busselham, where we want to find a camping. Shortly after Larache we miss the street leading there (there are no street signs). But afterwards we find another street with a street sign. We go that way. Wrong decision. The street is no street but a sequence of holes in the street. Sometimes they are so deep that the Navi registers a difference in height. We are scared about our tires, aches, the water tank, everything. We just hope that nothing breaks. Because it is also getting dark soon and Mulay Busselham is still far away. We drive through villages with many people that all wave to us. Also the drivers of the many “Collection-Taxis (Taxis where many people drive with, like a small bus)”, that also have to fight with the street holes, are very exited about our car. Shortly after dawn we get nervous. What if the street continues like this all the way to Mulay Busselham? Luckily just before it gets dark we reach a normal street! Juhu! Released and in the darkness we reach the camping.


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Reaching Africa!!!

Camping am Cap .., Geoposition N35° 45’ 35.0’’ W 5°56’ 12.4’’, Höhe 18m, 1.12.2010

affenfelsen
verstaut
ueberfahrt
reaching afrika

In der Nacht hats geregnet gestürmt gehagelt. Am Morgen hats gestürmt geregnet, gehagelt und das in jeder beliebigen Reihenfolge. Wir beschliessen den Plan nach Marokko überzusetzen auf Eis zu legen und noch einen Tag zu Warten, das ganz einfach zu gefährlich ist bei diesem Sauwetter zurück nach Algeciras zu fahren. Als wir dann aber Aufstehen um halb Zehn scheint die Sonne und wir brechen auf. Wir sehen uns mit zwei problemen Konfrontiert wobei Christina das “Kriegen wir eine Fähre und das dazugehörige Ticket”-Problem als das grössere ansieht und ich mehr Angst vor den Marokkanischen Einreisevormalitäten habe, da man die Computer eigendlich angeben sollte, nur ein GPS erlaubt ist und Funkgeräte sowieso Tabu sind. Wir beschlissen Compis zu deklarieren wenn wir danach gefragt werden und navis und Funkis zu verstecken. (daher auch keine Route bis Marokko)
Wir fahren also Richtung Algeciras und sehen als erste zu lösende Frage: Hafen Nord oder Hafen Süd? Egal Hafen Süd kommt zuerst, wir fahren dahin. Als wir an eine polizeiliche Einfahrtskontrolle kommen sind wir uns fast sicher falsch zu sein aber der Polizist winkt uns durch. Nagutnadann, Weitergehts. Sofort folgen Wegeiser Richtung Tanger und irgendwann sogar einer Richtung Billeteria. Wir sind 100% richtig und auch der klägliche Versuch eines letzten Schwarzmarktverkäufers, der uns kurz vor dem Schalter noch Abfangen will scheitert. Allerdings verpassen wir dadurch den Parkplatz. Rotzfrech Parkieren wir auf dem Carparkplatz und holen unsere Tickets. Mitlerweilen ist es Elf und unsere Fähre fährt um Eins. Auf dem Weg zur Mole folgt die Ausreisekontrolle, was eine relativ kleine Angelegenheit ist. Bei der Fähre Angekommen ist Jederman fasziniert von unserem Mowag und wir haben sämtliche Sympathien auf unserer Seite. Als es los geht spielt das Weter wieder verückt und ich auch, mache über hundert Fotos vom Affenfelsen, umgsp auch Giberaltar. Schiffen und Christina, die wohl nimand sehen will. Auf der Fähre kann man die Polizeiformalitäten erledigen, was die Einreise nach Marokko wehsendlich vereinfacht. So folgt nach der Ankunft nur noch der Zoll, wo es noch die GPS-Computerfrage zu klären gilt.
Am Zoll müssen wir erst mal parken und warten. Wir stellen uns auf längere Zeit ein. Nach ca. 10 min kommt ein Beamter in Zivil mit einer Roten Armschleife (Zivil bedeutet gem. Reiseführer Ranghoher Beamter, rote Armschleife weiss ich nichtaber vielleicht Rangsehrhoher Beamter) und fragt was wir eigendlich für ein Komisches Auto fahren ich erklähre ihm, dass das ein ehemaliges schweizer Armeefahrzeug ist und bereue das sofort. Schnell hebe ich den Jahrgang 1959 hervohr. Er fragt noch ob wir Schusswaffen dabei haben ich verneine sichtlich überrascht von der Frage. Er schlendert weiter und danach passiert … nichts. Schon bald darauf kommt ein Zollbeamter in Uniform holt mein Autodeklarationsformular ab und schickt mich samt Pass zu einem Polizisten der eigendlich für die Ausreise zuständig ist um ein paar Fragen zu beantworten. Nach weiteren 10 Minuten bin ich sitze ich wieder im Auto der zöllner wünscht und gute reise und wir sind durch.
Alles in allem voll easy keine Frage nach GPS und Compis. Wir fahren auf die Autobahn richtung Tanger und sind richtig happy, das allesso reibungslos geklappt hat. Nach ca. 10 km kommt ein Schild Zahlstelle! Wir haben aber gar kein Marokkanisches Geld! Ups. Nagut wur haben Euros und fragen ob wir auch so bezahlen können? Kosten würds 16 Dihram und der Kassierer nimmt nur Noten. Das kleinste was wir haben sind 20 Euros was 200 Dihram sind! Wir geben die und schreiben den Rest unter selber schuld ab. Wir sind völlig perplex als uns der Mann auf 200 Dihram raus gibt. Marokko wir lieben dich.

Camping Cap Spartal, geo position N35° 45’ 35.0’’ W 5°56’ 12.4’’, height 18m, 1.12.2010

During the night it rained, stormed and …. In the morning the same. We decide not to ship to Marocco today, because it is just to dangerous to drive back to Algeciras with this shit weather. But as we stand up in the morning, the sun is shining and we leave. We are facing two problems. I am concerned about the “Do we get a fairy and a ticket for it” and Domi is worried about the Maroccain border entry formalities, because actually you would have to declare computers and they allow only one GPS and so on. We decide only to declare computer if asked and to hide GPS and other technical things (that’s why there is no trackfile for the shipment). So we drive towards Algeciras. The first question to answer is: port nord or port south. Doesn’t matter, port south comes first so we drive there. As we drive by a police control we are almost certainly sure that we are wrong, but the police man waves us through. So well. Right after that street signs for direction Tanger follow and then also direction Billeteria. We are 100% right and also the miserable trial of a black market agent just before the billeteria fails. We only miss the parking space because of that. Well, so we park on the car parking. It is now 11 and our fairy leaves at 1. On the way to the mole follows the exit control, a relatively easy thing. As we arrive at the fairy everybody is fascinated by our Mowag and all sympathies are on our side. As the fairy leaves, the weather gets crazy again and so is Dominik. He makes over a hundred pictures of the monkey mountain, also called Gibraltar, of boats and of me, which probably nobody wants to see. On the fairy boat we can already go through the police formalities, what makes the entry to Marocco much more easy. After the arrival only the customs follow. We are scared about the computer and GPS questions.
At the customs we first have to park and wait. We are prepared for a longer waiting time. After about 10 minutes a man in civil clothes and a red sign on one arm approaches our car. Civil means high guy according to our travel guide, red sign we don’t know, but may be very high guy. He asks us what crazy car we drive. Domi explains to him that it is an old swiss military car and he immediately regrets this. Fastly he remarks and strengthens the fabrication year 1959. The guy also wants to know whether we carry weapons. Obviously surprised by this question we say no. The guy leaves again and after that happens… nothing. Shortly after that a guy in uniform approaches, wants to see the car declaration formular and sents Domi to a police officer, who is actually in charge for departures. After another 10 minutes Domi is back in the car again and we leave the customs.
All in all very easy no question about computers or GPS. We drive on the highway towards Tanger and are happy that everything went so well.
After about 10 km there is a sign: Toll! But we have no maroccain money… Ups. Well, ok we have Euros and we ask if we can also pay like that. It would cost 16 Diaram (1.60 Euro) and the toll guy only takes paper money, no coins. The smallest we have is 20 Euros, which would be 200 Diaram. We give him that and think, well, our own fault. We are very surprised when the guy gives us change for 200 Diaram! Marocco we love you!

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Gewaechshaeuser

Camping rio jara, Tarifa, Spanien, Geoposition N36°2’30.6’’W5°37’49.4’’, Höhe: Meereshöhe, 30.11.2010

gewachshaeuser
tor zum strand
christina am strand
nachts ueber die strasse von gibraltar
christina

La costa del Sol. Hört sich doch romantisch an, macht aber ihrem Namen überhaupt keine Ehre. Im Gegenteil, anstatt einer sonnigen Küste erstreckt sich zwischen Almería und Málaga ein Meer von unsagbar hässlichen Gewächshäusern. Hier wird Gemüse in Normgrössen für deutsche Supermärkte angebaut. Es ist einfach eine Verschandung der Landschaft, deren ursprüngliche Schönheit nur auf einem kleinen Stück kurz vor Málaga noch intakt ist. Dort fährt man durch märchenhafte Berglandschaften, welche hier nicht für Gewächshäuser plattgewalzt wurden. Wir beschliessen, nie mehr Normtomaten aus Spanien zu kaufen.
Heute wollen wir wieder richtig weit kommen, dem Regen entfliehen. Wir schaffen es auch tatsächlich bis Tarifa auf den schönen Campingplatz Rio Jara, den wir von dem deutschen Ehepaar, das wir auf dem Camping Oasis Mar getroffen hatten, empfohlen bekamen. Nur den Regen lassen wir leider nicht hinter uns. Trotzdem erfreuen wir uns an dem breiten Strand in Mitten eines wunderschönen Naturparks.

Camping rio jara, Tarifa, Spain, geo position N36°2’30.6’’W5°37’49.4’’, height: sea level, 30.11.2010

La costa del Sol. Sounds romantic, but it is not at all. In contrary, instead of a sunny coast, a sea of incredible ugly green houses can be seen along the way from Almería to Málaga. Here they plant vegetables in Norm-sizes for German supermarkets. It’s a … of the landscape, which original beauty only stays intact on a small part just before Málaga. There you drive through mountains like in fairy tails. There, mountains didn’t have to make place for green houses. We decide never to buy Norm-tomatoes from Spain again.
Today, we want to drive really far again. Escape the rain. Indeed, we reach Tarifa and the nice camping Rio Jara, which was recommended to us by a German couple that we met on the camping Oasis Mar. Only the rain we cannot leave behind us. Nevertheless we enjoy the long beach in the middle of a beautiful nature reserve.